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Hallenbad: Egling trägt Betriebskosten mit

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Egling – Es ist ein wichtiges Zeichen: Die Gemeinde Egling trägt die Betriebskosten für das geplante interkommunale Hallenbad in Geretsried mit.

Am Schluss war Sebald Feger mit seinen Gemeinderäten sehr zufrieden. Der Kirchenpfleger aus Endlhausen war am Dienstagabend in die Sitzung gekommen, um zu sehen, wie sie in Sachen interkommunales Hallenbad abstimmen würden. Der Rat verhielt sich so, wie Feger das für richtig hält: Man stimmte mit 20:0 dafür, sich an den anteiligen, jährlichen Betriebskosten zu beteiligen. „Gut so“, lautete sein knapper Kommentar hinterher.

Feger ist das lebendige Beispiel, dass Schwimmen jung hält. Seit Jahrzehnten geht er ins Ascholdinger Hallenbad, und jetzt, wo dessen Tage gezählt scheinen, will er seinem Hobby in Geretsried frönen. „Dank dem Schwimmen bin ich gut beinander“, sagte er. Diese Möglichkeit will er sich und anderen unbedingt erhalten.

Tatsächlich herrschte im Gemeinderat Einigkeit darüber, dass es gut und sinnvoll sei, Geld für das Hallenbad in die Hand zu nehmen und nach den Investitionskosten nun auch noch jährliche Betriebskosten von 29 000 Euro zu bewilligen. „Das ist ein tragfähiges und faires Angebot der Stadt Geretsried“, sagte Bürgermeister Hubert Oberhauser. Zwar sei es nie schön, eine so langfristige Verpflichtung einzugehen. Doch wer das Schwimmen fördern wolle, könne hier nicht Nein sagen. „Ich will auch an alle umliegenden Kommunen appellieren, diesen Schritt mitzugehen“, sagte er – wohl mit Blick auf Wolfratshausen, wo Skepsis vorherrscht.

Debattiert wurde vor allem über die Frage, ob der Betrag von 29 000 Euro pro Jahr fix sei. Antwort: Ja, er ist es. „Ich bin froh, dass die Summe gedeckelt ist“, sagte Vize-Bürgermeister Josef Bail. „So kann ich damit leben.“ Das Risiko für ein eventuell größeres Defizit liege allein bei Geretsried.

Aber was ist nach Ablauf der zehn Jahre? Wenn die Energiekosten steigen? Diese Fragen stelle Michael Neubauer (CSU). „Dann wird eben neu verhandelt“, antwortete Oberhauser. Und Geschäftsleiterin Daniela Simon merkte an: „Es handelt sich um eine Zweckvereinbarung, die wir eingehen.“ Da gebe es sehr wohl die Möglichkeit auszusteigen, wenn es notwendig sein sollte.

vu

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