„Der Kristallplanet“ ist das in der Region wohl bekannteste Stück von Science-Fiction-Autor Herbert W. Franke. Archiv

Er gehört zu den renommiertesten Science-Fiction-Autoren im deutschsprachigen Raum

Herbert W. Franke erhält Ehrendoktorwürde für sein Lebenswerk 

Eine große Auszeichnung für den Weltall-Pionier: Herbert W. Franke hat die Ehrendoktorwürde für sein Lebenswerk erhalten. Zu diesem Anlass gibt es  eine besondere Vorstellung im Tölzer Marionettentheater.

„Der Kristallplanet“ ist das in der Region wohl bekannteste Stück von Science-Fiction-Autor Herbert W. Franke. Archiv

Egling/Bad Tölz – Kunst und Wissenschaft sind zwei verschiedene Dinge? Nicht für Herbert W. Franke. Der in Egling lebende Physiker (90) gehört zu den renommiertesten Science-Fiction-Autoren im deutschsprachigen Raum und erhielt kürzlich für sein Lebenswerk die Ehrendoktorwürde der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe – als Grenzgänger zwischen Naturwissenschaft, Philosophie und Kunst, wie Rektor Siegfried Zielinski in der Laudatio betonte.

Schon in den 1950er- und 1960er-Jahren experimentierte Franke mit Analogrechnern und digitalen Computern. Der Forschungspionier setzte sich wissenschaftlich mit der Frage auseinander, was Kunst ausmacht und prägte den Begriff einer „universellen Kunstmaschine“.

Das in der Region wohl bekannteste Werk des Schriftstellers ist das Stück „Der Kristallplanet“. Es entstand 2002 und wurde 2008 im Tölzer Marionettentheater uraufgeführt. Bis heute wird es regelmäßig gespielt. Das Besondere an Frankes Stück ist auch die Umsetzung: Die Figuren um Commander Spoerk bewegen sich mitunter in elektronisch gestalteten Räumen. Es gilt daher als weltweit erstes Marionettenstück, das eine herkömmliche Bühnenhandlung mit virtuellen Kulissen verschmelzen lässt. Tatsächlich ist die Kombination so perfekt, dass das Publikum kaum merkt, wo die Projektion endet und das Spiel beginnt, nicht weiß, was virtuell und was real ist.

Science-Fiction-Fans können die Reise zum Kristallplaneten am kommenden Samstag, 10. März, ab 19.30 Uhr im Tölzer Marionettentheater am Schlossplatz 1 erneut erleben. Im Vorprogramm liest der Autor zwei seiner Kurzgeschichten, nach der Aufführung spricht er mit Direktor und Regisseur Albert Maly-Motta über die Bedeutung seines Stücks für das Theater. Karten gibt es bei der Tourist-Information unter Ruf 0 80 41/78 67 15. Erwachsene zahlen 19, Kinder 12 Euro Eintritt. mh

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