Soul-Legende Aretha Franklin ist tot

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Zukunftsprojekt: Das Springer-Anwesen direkt gegenüber dem R athaus soll 2018 abgerissen und 2019 wieder aufgebaut werden. Hier sollen Sozialwohnungen entstehen. Bei diesem Thema sieht Bürgermeister Hubert Oberhauser die Gemeinden in der Pflicht – auch seine eigene.

Ausblick 2018

In Egling stehen eine Reihe „Megaprojekte“ an

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„Langweilig wird uns sicher nicht“, sagt Bürgermeister Hubert Oberhauser mit Blick auf das Jahr 2018. Es stehen einige große Projekte an. Und natürlich diverse Feierlichkeiten – wie es sich für Egling gehört.

Hochbehälter

Unter allen Bauvorhaben der Gemeinde ist der Hochbehälter Deining das „allerwichtigste“, so Oberhauser. Die Versorgung der Bürger mit Wasser gehört schließlich zu den zentralen Aufgaben einer Kommune. Der alte Hochbehälter ist im Laufe der Zeit zu klein geworden. Er wird im Laufe des Jahres durch einen Bau im Stil eines landwirtschaftlichen Anwesens mit zwei neuen Edelstahlbehältern ersetzt. Wichtig ist Oberhauser, dass es keinen Zeitdruck gibt: „Der alte Hochbehälter funktioniert ja noch einwandfrei.“ Wenn es so weit ist, wird einfach der neue Behälter angeschlossen. Finanziert wird das 1,6-Millionen-Euro-Projekt über Verbesserungsbeiträge der Bürger. Der Gemeinderat hat drei Raten beschlossen, die erste im Jahr 2018, die zweite 2020 und die dritte 2022. Die Anhebungen sind laut Oberhauser sozialverträglich. „Das dürfte niemanden aus der Bahn werfen.“

Springer-Anwesen

Ein weiteres „Mega-Projekt“: das Springer-Anwesen direkt gegenüber dem Rathaus. Dieses hat die Gemeinde 2017 gekauft. 2018 soll es abgerissen und 2019 neu errichtet werden. Am Ende sollen dort, mit Hilfe von Fördergeldern des Freistaats, vier bis fünf Sozialwohnungen entstehen. „Wir wollen hier, im Umgriff des Rathauses, etwas Sinnvolles gestalten.“ Es sei ein offenes Geheimnis, dass die sozialen Brennpunkte immer mehr werden, da seien die Kommunen einfach gefordert. Denkmalgeschützt ist das Springer-Anwesen nicht. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass sich im Erdreich keltische Hügelgräber befinden. Daher soll der Neubau auf dem Anwesen nicht unterkellert werden. In nächster Zeit wird ein genaues Konzept für die Nutzung erarbeitet. Ein solches Konzept ist Voraussetzung für den Zuschuss des Freistaats.

Schulhaus

Auch am alten Schulhaus in Thanning muss etwas gemacht werden. 2018 sind die Fassade und die Fenster an der Reihe. Das hat einen speziellen Hintergrund: 2019 veranstalten die „Wendlstoana“ das Loisachgaufest. „Und da soll das Schulhaus natürlich miteinbezogen werden“, so Oberhauser. Derzeit nutzen die Trachtler das Erdgeschoss als Probenraum für die Plattler, im ersten Stock wird Yoga gemacht. Überhaupt stellt die sukzessive Sanierung der gemeindeeigenen Anwesen die Gemeinde vor eine Riesenaufgabe. „Wir können die Liste nur nach und nach abarbeiten.“

Straßennetz

Ebenso wie die Liegenschaften erfordert auch das Straßennetz beständige Pflege. Als Flächengemeinde verfügt Egling über 100 Kilometer Asphalt, die in Schuss gehalten werden müssen. „Der Straßenbau steht bei uns jedes Jahr im Fokus“, so Oberhauser. Heuer ist der Betrag von 350 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die Erfahrung lehrt: „Wenn man kontinuierlich dran bleibt, reichen oft kleinere Reparaturen.“ Übrigens: Eine Straßenausbaubeitragssatzung, kurz Strabs, hat Egling nie gehabt. Oberhauser hält es für eine „Riesenungerechtigkeit“, wenn Anwohner einer Straße den Ausbau zahlen, aber andere die Straße nutzen – etwa die Münchner, die am Wochenende nach Moosham zum Langlaufen fahren. Insofern berührt es die Gemeinde nicht, wenn die Strabs abgeschafft wird.

Rathaus

Auch am Rathaus steht eine mittelgroße Maßnahme an: Es wird ein Aufzug eingebaut. „So wollen wir noch behindertengerechter werden“, so Oberhauser. Dem großen Ziel Energiewende dient, dass eine Ladesäule für E-Autos eingebaut wird.

Breitbandausbau

Die Versorgung der vielen Gemeindeteile mit schnellem Internet wird das Rathaus 2018 ebenfalls beschäftigen. Man befindet sich in der vierten Stufe des Breitbandausbaus. Das heißt: Die Telekom hat die Ausschreibung gewonnen und wird im laufenden Jahr die Ortsteile Reichertshausen/Harmating, Eulenschwang, Puppling und Oberegling mit dem begehrten Breitband ausstatten. Die Telekom wird 15 Kilometer Glasfaser verlegen und 171 Haushalte versorgen. Demnächst wird im Gemeinderat darüber hinaus über den „Höfe-Bonus“ gesprochen werden, der landwirtschaftlichen Anwesen und kleinen Weilern zugute kommen soll. „Wir werden Bytes und Bits weiter hinterherlaufen“, so Oberhauser.

Feuerwehr

In Egling soll nach Stand der Dinge eines von zwei Spezialautos stationiert werden, die der Landkreis finanziert. Bei diesen Autos handelt es sich laut Oberhauser um „fahrbare Büros“. Von diesen aus soll im Katastrophenfall die überörtliche Einsatzleitung das Vorgehen koordinieren. Die örtliche Feuerwehr würde in Eigenleistung den Stellplatz anbauen, der Landkreis würde dafür Miete zahlen. Auch die örtliche Feuerwehr soll ein neues Fahrzeug bekommen. Dieses soll an einem Tag der offenen Tür Ende Mai eingeweiht werden.

Kapelle

Die Kapelle Dettenhausen ist ein Sonderfall: Sie gehört nicht der Kirche, sondern der Gemeinde. In nächster Zeit wird die Kapelle ein Kupferdach bekommen. Außerdem werden im Laufe des Jahres die Heiligenfiguren zurückkehren, die derzeit restauriert werden. Wann genau – das ist unsicher. „Natürlich wäre es schön, wenn sie bis zum Pfingstritt fertig werden“, sagt Oberhauser. „Aber das warten wir einfach ab.“

Jubiläen und Feste

Gefeiert wird in Egling auch. Dass die Eglinger das können, haben sie mehrfach bewiesen – zuletzt beim Loisachgaufest 2017. Der Burschenverein Endlhausen begeht vom 7. bis 10. Juni sein 110-jähriges Bestehen, unter anderem mit „Da Huwa, der Meier und I“. Auch die Sportvereine haben einen runden Geburtstag: Der SC Deining wird 50, die SF Egling 70 Jahre alt. Ob, und wenn ja, wie gefeiert wird, steht noch nicht fest.

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