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Auf dem Sprung: Sieben Nachbarkommunen und der Landkreis sollen sich am interkommunalen Hallenbad in Geretsried finanziell beteiligen. Dietramszell hat am Dienstag zugestimmt, Egling hat die Entscheidung vertagt. 

Beteiligung am Gemeinschaftsprojekt

Interkommunales Hallenbad: Dietramszell sagt Ja – Egling zögert noch

Dietramszell ist dabei. In Egling zögern die Gemeinderäte aber noch. Sie wundern sich über die Kosten für das interkommunale Hallenbad. 

Dietramszell/Egling– Als erste der sieben beteiligten Kommunen hat Dietramszell am Dienstag über den Geretsrieder Umplanungs-Beschluss zum interkommunalen Hallenbad abgestimmt. Einstimmig und ohne große Diskussionen befürworteten die Gemeinderäte, den Investitionskostenzuschuss von den bisher genehmigten rund 40 000 Euro auf 72 000 Euro zu erhöhen. Damit trägt die Gemeinde wie vereinbart 0,48 Prozent der Gesamtsumme. Der Beitrag zu den jährlichen Betriebskosten beläuft sich nach den neuen Plänen auf etwa 32 500 Euro brutto und ist auf zehn Jahre festgeschrieben.

„Etwas Besseres kann uns gar nicht passieren“, bekräftigte Bürgermeisterin Leni Gröbmaier (Bürgerliste Dietramszell) ihre positive Einstellung zu den Geretsrieder Plänen für ein interkommunales Bad. Denn anders könne die Gemeinde über die Lebenszeit des Ascholdinger Hallenbades hinaus keine anderen Schwimmmöglichkeiten schaffen. Baubeginn in Geretsried soll im April 2018 sein. Die Fertigstellung ist Anfang 2020 geplant.

Der Eglinger Gemeinderat hat zeitgleich die Entscheidung über eine Beteiligung vertagt. Bürgermeister Hubert Oberhauser machte sich zum Auftakt der Debatte noch einmal für das gemeinsame Projekt der Nordlandkreis-Kommunen stark: „Es geht hier um ein Leuchtturmprojekt in ganz Bayern“, sagte er. Freilich würde niemand gerne mehr zahlen als ursprünglich geplant. Doch er warb auch für Verständnis: „Die Planungen ziehen sich schon sehr lange hin, und jeder weiß, wie sich die Baukosten in den letzten Jahren entwickelt haben.“ Außerdem erinnerte er an einen weiteren Kostenfaktor: das Aus der Geltinger Geothermie. Jetzt müsse eigens eine Hackschnitzelheizung gebaut werden.

Nicht jeder im Gemeinderat schloss sich dem an. Heiko Arndt (CSU) erinnerte daran, dass man ursprünglich nur einer möglichen Kostensteigerung von 15 Prozent zugestimmt habe. Jetzt aber solle man plötzlich das Doppelte zahlen, nämlich 70 000 Euro statt 35 000 Euro. „Die Rechnung verstehe ich nicht“, sagte er. „Ich bin nicht bereit, irgendeine Entscheidung auf unklarer Entscheidungsgrundlage zu treffen.“ Michael Neubauer (CSU) stimmte zu: „Ich sehe schon, dass das gemeinsame Hallenbad eine gute Sache ist. Aber gleich hundert Prozent mehr? Da tue ich mir schwer.“ Jakob Bernlochner (Freie Wähler) fürchtete gar, dass Geretsried versuche, Egling zu übervorteilen. „Das ist völlig intransparent, da werden Millionen hin- und hergeschaukelt, wer weiß, was dahinter steckt.“

Oberhauser schlug nach halbstündiger Debatte vor, die Entscheidung auf die Februarsitzung zu vertagen: „Damit vergeben wir uns nichts.“ Der Gemeinderat schloss sich an, in der Hoffnung, dass der Widerspruch bis dahin geklärt werden kann. „Aber die Grundstimmung ist nach wie vor positiv“, so Oberhauser. cw/vu

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