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Das Thema Flucht und Flüchtlinge hält derzeit alle in Atem. Auch in Egling sind schon einige Asylbewerber untergekommen. Das wird sich 2016 fortsetzen.

Asyl, Wohnungsbau, Kindergarten

Soziales wird für Egling zum Mega-Thema

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Egling – Neben dem Thema Asyl wird der soziale Wohnungsbau in Egling wichtig. Zudem wird die neue Homepage für die Gemeinde geplant.

Bürgermeister Hubert Oberhauser möchte die Großgemeinde Egling in diesem Jahr endgültig ins digitale Zeitalter führen. Die Anschaffung von iPads hat der Gemeinderat bereits beschlossen. So wollen die Räte Papier sparen und die Verteilung der Sitzungsunterlagen erleichtern. Doch dabei wird es nicht bleiben.

Neue Homepage und Info-Terminals

Auch die Gemeinde-Homepage soll komplett überarbeitet werden. Und eine Firma stellt auf eigene Kosten drei Computerstationen auf, die Touristen und Einheimische ohne eigenen Rechner nutzen sollen. Der Terminals mit berührungsempfindlichem Bildschirm blenden unter anderem Veranstaltungstipps ein, bieten einen Lageplan mit Routenberechnung an und zeigen auf Wunsch Ärzte, Supermärkte, Gasthäuser und Unterkünfte in der Nähe an. Finanziert wird das System mit Werbeeinblendungen, die Standorte sind am Dorfplatz in Egling, am Beginn der Münchner Straße in Deining sowie in der Nähe des Gasthofs Doll in Endlhausen. Auch sonst wird heuer in Egling viel geplant.

Asylbewerber im Gewerbegebiet

Hubert Oberhauser, Bürgermeister in Egling.

„Das Mega-Thema sind die sozialen Schwerpunkte“, sagt Oberhauser im Gespräch mit unserer Zeitung. Allen voran beschäftige das Thema Asyl die Gemeinde. Ziel sei es weiterhin, dezentrale Unterkünfte zu finden. Der Rathauschef will zudem den Leerstand im Eglinger Gewerbegebiet nutzen, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Das ist heikel, denn die Gemeinde hat erst im vergangenen Jahr einen jahrelangen Rechtsstreit gewonnen, der sich um die Wohnnutzung im Gewerbegebiet gedreht hat. Dortige Anwohner müssen mittelfristig aus dem Gewerbegebiet wegziehen.
 
Der Gesetzgeber betrachtet Asylunterkünfte aber nicht wie klassische Wohnungen, betont Oberhauser. Der Charakter des Gewerbegebiets bleibe erhalten. Das war der Gemeinde besonders wichtig. „Wir klären momentan die baurechtlichen Fragen“, so der Bürgermeister.
 
Im Bereich Asyl möchte die Gemeinde zudem eine Koordinatorin für die Helferkreise auf 450-Euro-Basis im Rathaus einstellen. Sie soll auch Ansprechpartner für die Asylbewerber sein.

Sozialer Wohnungsbau

Ein weiteres wichtiges Thema ist der soziale Wohnungsbau. Einen ersten Beschluss hat der Gemeinderat in der vergangenen Woche gefällt. Schon in den Haushalt 2016 sollen Mittel eingestellt werden. Denkbar wären sowohl die Sanierung gemeindeeigener Gebäude als auch Neubauten. Hans Spindler hatte das Verfahren angestoßen – und erhielt viel Zuspruch. Laut Oberhauser sind in dieser Frage mit Planungsprofis schon Gespräche geführt worden. „Für die gemeindlichen Gebäude muss ein Gesamtkonzept gestrickt werden“, sagt er.

Straßenausbau und Sanierungen

Zwei Großprojekte im Straßenbau stehen heuer in Egling an. Erstens soll laut Oberhauser die Kreisstraße Töl 18 zwischen Endlhausen und Eulenschwang ausgebaut werden. Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern würden bereits laufen. Zweitens soll die Ortsdurchfahrt Deining in drei Bauabschnitten komplett saniert werden. Für etwas Kummer sorgt die Wasserleitung unter der Straße. „Die ist 100 Jahre alt, aber eigentlich noch in gutem Zustand“, sagt Oberhauser. „Wenn die Straße gemacht wird, muss man die Leitung aber trotzdem mitmachen.“ Zudem soll auch der Regenwasserkanal erneuert werden, die Planungen hierfür seien ebenfalls bereits angestoßen worden.

Überplanung der Sportplätze

Auch die Gemeinde forciert Bauprojekte. Derzeit laufen laut Oberhauser die Überplanungen der Bebauungspläne für die Sportheime in Thanning und Schalkofen. Und die Vorplanungen für die Erweiterung des Deininger Hochbehälters sind in vollem Gange. Die Kosten für die Bauarbeiten und das Herrichten der Leitungen, sagt der Bürgermeister, würden durch Verbesserungsbeiträge auf die Kunden der Eglinger Gemeindewerke umgelegt werden müssen. Im Landkreisvergleich hat Egling mit seinen vier Wasserversorgern einen recht niedrigen Wasserpreis.

Elektroauto für die Gemeinde

Und dann gibt es da noch eine Investition, die laut Oberhauser „ein Zeichen setzt“. Die Gemeinde schafft ein Elektroauto an – als Dienstwagen für die Rathausmitarbeiter. Das soll ein Zeichen für die Energiewende sein. Eine Ortsgruppe beschäftigt sich seit dem vergangenen Jahr mit dem Thema (wir berichteten) und organisiert immer wieder Veranstaltungen. Mit dem Elektroauto könnte auf dem Rathausparkplatz auch eine Stromtanksäule gebaut werden. Das ist aber noch nicht spruchreif.

dor

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