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Kocht gern, schreibt gern: Die Eglingerin Stefanie Fleischmann in ihrer Küche. 

Food-Blogging

Kochen mit Leidenschaft

Egling – „Essen aus Leidenschaft“ ist das Motto von Stefanie Fleischmann und ihrem Blog „Joyful food“. In einer Art Internet-Tagebuch zeigt die 33-Jährige seit gut zwei Jahren, was sie kocht und isst. Vor kurzem ist auch der Gruhnling Verlag aus Aachen auf ihren Foodblog aufmerksam geworden. Er hat die Eglingerin eingeladen, an einem Rezeptbuch für Kinder mitzuwirken. Unsere Mitarbeiterin Magdalena Höcherl unterhielt sich mit ihr.

Frau Fleischmann, was ist der Hintergrund zu dem Rezeptbuch „Pinipas Pfannkuchen-Bäckerei“?

Die Sammlung der „leckersten Pfannkuchen Europas“, wie es im Untertitel heißt, entstand in Anlehnung an das Kinderbuch „Pinipas Abenteuer“, in dem das kleine Mädchen Greta mit ihrer heimlichen Freundin Pinipa Europa erkundet und feststellt, dass jedes Land anders ist – auch was Pfannkuchen angeht. Da gibt es den Kaiserschmarrn aus Österreich oder spanische Tortillas. In diesem Buch schreibt Pinipa alle Rezepte auf, die ihr auf der Reise begegnen – einfach und kindgerecht.

Was haben Sie beigesteuert?

Die verschiedenen Pfannkuchen-Arten waren vorgegeben. Jeder von uns 31 Bloggern hat sich ein Gericht ausgesucht, meine Wahl fiel auf Langosch. Das sind in heißem Fett gebackene Teigfladen, die wahlweise süß oder herzhaft belegt werden können. Ursprünglich kommt die Speise aus Ungarn, wird aber in ganz Osteuropa gerne gegessen. Bei uns ist sie mittlerweile auch recht bekannt.

Wie unterschied sich das Projekt von dem, was sie als Foodbloggerin normalerweise tun?

Einen großen Unterschied gab es nicht. Normalerweise lasse ich mich von Rezepten inspirieren, aber ändere sie immer nach meinen Wünschen. Ich koche nicht gern nach Rezept, sondern nach Gefühl. Das war hier ähnlich, ich hatte nur die Vorgabe ,Langosch‘. Im nächsten Schritt schreibe ich mein Rezept auf. Da es ein Kochbuch für Kinder ist, haben wir versucht, es sprachlich möglichst einfach und verständlich zu machen. Am Ende des Buchs findet man auch ein Lexikon, in dem spezielle Sachen erklärt werden.

Und was blieb gleich?

Am Fotografieren und Bearbeiten ändert sich nichts. Das ist immer aufwendig. Mit dem Kochen kommen schon bei einem einfachen Gericht wie den Teigfladen leicht drei bis vier Stunden zusammen. Die Fotos sollen gut aussehen, daher spielt man auch. Wie richte ich das Essen an, welchen Hintergrund nehme ich, so etwas.

Wie kamen Sie überhaupt zu diesem Hobby?

Das hat sich im Laufe der Zeit ergeben. Ich habe im Hotelfach gelernt und dabei auch ein halbes Jahr in die Küche geschnuppert. Ich koche schon immer gern. Irgendwann bin ich auf die Idee gekommen, die Ergebnisse dann auch zu fotografieren und im Internet zu zeigen. Ich wollte das einfach mal ausprobieren und bin selbst erstaunt, wie erfolgreich der Blog ist.

Auch auf den Internetplattformen Facebook und Instagram verfolgen gut 5000 Leute, was Sie kochen und essen. Was ist das Besondere an Ihrem Blog?

Am wichtigsten ist für mich, dass das Essen schmeckt und alltagstauglich ist – auch für Familien mit kleinen Kindern. Das versuche ich auf meinem Blog zu zeigen. Ich probiere gerne neue Sachen aus. Erst letztens habe ich mich an die Molekularküche gewagt. Sowas ist zwischendrin nett, um Gäste zu beeindrucken. In erster Linie koche ich aber für meinen Mann Josef, unseren Sohn Florian und mich. Natürlich lege ich Wert auf gesunde Ernährung. Futter für die Seele kommt bei mir auch nicht zu kurz.

Haben Sie kurzfristig noch einen Back-Tipp für Weihnachten?

Ich empfehle Schoko-Flakes. Eine einfachere Plätzchen-Variante gibt es nicht. Kuvertüre schmelzen und Cornflakes reintauchen. Das geht superschnell und schmeckt jedem.

mh

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