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Eine „grandiose“ Kandidatenliste und ein motivierter Bürgermeisteraspirant: Die C SU Egling zieht mit Florian Sperl (Mitte, blaue Krawatte) an der Spitze sehr optimistisch in den Kommunalwahlkampf.

Einstimmiges Votum für Bürgermeisterkandidaten

Kommunalwahl 2020: CSU Egling nominiert Florian Sperl

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Einstimmig hat die Eglinger CSU ihren Bürgermeisterkandidaten Florian Sperl nominiert. Er traue sich das Amt zu, betont der 32-Jährige.

Egling – Der CSU-Ortsverband ist überzeugt davon, die perfekte Kandidatenmischung für die Kommunalwahlen am 15. März 2020 gefunden zu haben: „Engagierte Persönlichkeiten aus allen Ortsteilen, junge und erfahrene Frauen und Männer, von der Molekularbiologin bis zum Metzgermeister, von der Wirtschaftsingenieurin bis zur Fachlehrerin – alles mit dabei“, sagte Florian Sperl in der Aufstellungsversammlung am Donnerstagabend im Gasthof Jägerwirt in Aufhofen. Der 32-Jährige führt die Liste als Bürgermeisterkandidat an.

Dass von sieben CSU-Gemeinderäten sechs erneut antreten, ist für Sperl „ein Zeichen für Kontinuität, Stabilität und Geschlossenheit“. Und da die Christsozialen in Bayern einen „Führungsanspruch auf allen politischen Ebenen“ hätten, habe sich der Eglinger Ortsverband entschieden, auch einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken. Er traue sich dieses Amt zu, betonte Sperl, der nicht verschwieg, dass er kein waschechter Eglinger ist. Der Zimmerermeister und staatlich geprüfte Bautechniker wuchs im Münchner Stadtteil Allach-Untermenzing auf, „aber ich habe unsere Heimatgemeinde Egling schätzen und lieben gelernt“.

Sperl: „Möchte kein ungebremstes Wachstum“

Punkten will der 32-Jährige, der mit seiner Ehefrau und der 14 Monate alten Tochter im Ortsteil Neufahrn lebt, durch „neue, innovative Ideen für die Gemeinde“. Er habe den dazu notwendigen Weitblick „und ich habe bereits andere Strukturen erlebt“. Sich anderswo inspirieren zu lassen, um dann das Beste für die eigene Gemeinde herauszufiltern: „Dadurch lässt man sich leichter Mal von etwas Neuem überzeugen und klammert sich nicht immer ans Gewohnte.“

Wichtige Themen sind für Sperl nach eigenen Worten die Ortsentwicklung, der Verkehr und die Belange von jungen Familien. Mit Blick auf die Diskussion über die Bauträger in Deining betonte er: „In keinem Gemeindeteil möchte ich ungebremstes Wachstum. Die Schönheit unserer Landschaft, der Reiz unserer Dörfer und die lebendigen Dorfgemeinschaften sind unser größtes Kapital.“ Sperl, der bei einem mittelständischen Bauunternehmen als Projektleiter arbeitet, warnte davor, die Fehler zu kopieren, die andere Kommunen gemacht hätten: Wer dem Siedlungsdruck aus München nachgebe, dürfe sich nicht wundern, wenn „von den Dörfern oft nur noch ein alter Ortskern um die Kirche herum übrig bleibt“ und die Bodenpreise explodieren.

Wo in Egling macht Tempo 30 Sinn?

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für einheimische, junge Familien sei für ihn von zentraler Bedeutung, sagte Sperl. Er könne sich genossenschaftlichen Wohnungsbau, die Vergabe von Grundstücken in Erbbaurecht und Mietwohnungsbau durch die Gemeinde vorstellen. In diesem Kontext dürfe die Verkehrsbelastung nicht außer acht gelassen werden. Es müsse über weitere Umgehungsstraßen nachgedacht werden – nicht zu vergessen: „Es muss geprüft werden, wo Tempo 30 in unserer Gemeinde sinnvoll ist.“

Als Zimmerermeister wisse er, wo Handwerk und Gewerbetreibende der Schuh drückt. Als Rathauschef werde er mit dafür Sorge tragen, dass der Breitbandausbau zügig vorangetrieben werde. Ein klares Bekenntnis legte Sperl zur Land- und Forstwirtschaft ab. Diese müsse in Egling „unbedingt“ Vorrang vor dem Freizeitverkehr haben.

Der 32-Jährige, 2012 und 2013 Bayerischer Meister im Gewichtheben und aktuell Vize-Präsident des Bayerischen Gewichtheber- und Kraftsportverbands, versprach in seiner zwölfminütigen Rede einen Wahlkampf ohne persönliche Angriffe auf die politischen Wettbewerber: „Ich bin Sportler, für mich ist Fair Play in allen Bereichen selbstverständlich.“

Der CSU-Ortsverband zieht nicht nur sehr optimistisch, sondern auch geschlossen in den Wahlkampf: 15 von 15 Wahlberechtigten votierten für Sperl, ebenfalls 100 Prozent Zustimmung erfuhr die Liste der 20 Gemeinderatskandidaten. 

cce

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