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Thomas Kreuzer hielt im Jägerwirt in Aufhofen eine sehr prägnante Rede. Ihn begrüßten (li.) Landratskandidat Anton Demmel (li.) und der Eglinger Bürgermeisterkandidat Florian Sperl. 

Kommunalwahl 2020: Neujahrsempfang der Eglinger CSU

Thomas Kreuzer preist Bayern und warnt vor einer hysterischen Klimadebatte

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Thomas Kreuzer, Fraktionschef im Landtag, war der prominente Gast beim Neujahrsempfang der Eglinger CSU. In seiner Rede knöpfte er sich vor allem die Grünen vor. 

Egling – Am Ort der Veranstaltung, dem Jägerwirt in Aufhofen, fühlte sich der Gast sichtlich wohl. „Gut, dass es solche Gasthäuser in Bayern noch gibt“, sagte der Fraktionschef der CSU im Landtag, Thomas Kreuzer. Erst wenige Wochen zuvor hatte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber den jungen Wirtsleuten Manuela und Josef Meyr das Siegel „Ausgezeichnete Bayerische Küche“ verliehen. Am Donnerstag konnte sich Kreuzer beim Neujahrsempfang der Eglinger CSU davon überzeugen, dass die Ministerin das völlig zu Recht getan hatte.

Überhaupt Bayern: Hier ist die Welt noch ein Stück mehr in Ordnung als anderswo. Das machte Kreuzer in seiner Ansprache an die etwa 50 Gäste – die meisten Gemeinderats- und Kreistagskandidaten der CSU – sehr deutlich. Der profilierte Landespolitiker aus dem Allgäu, bekannt als Mann klarer Worte, erinnerte die Besucher daran, dass bei aller Aufregung, die derzeit herrsche, man eines nicht vergessen dürfe: „Den Menschen geht es so gut wie nie zuvor.“ Und in Bayern am allerbesten. Daran änderten auch der Corona-Virus und die Vorgänge in Thüringen nichts. „Unsere Sorgen hätten andere gerne.“

Kreuzers Rede war ein Streifzug durch die großen Themenfelder bayerischer Politik, von der Agrarpolitik („Die Landwirte dürfen nicht die Buhmänner der Nation werden“) über den Öffentlichen Personennahverkehr („Die Leute wollen das“) und den sozialen Wohnungsbau („Wir stellen 150 Millionen Euro zur Verfügung, damit die Kommunen selber bauen können“) bis zum Klimaschutz („Bayern hatte das erste Umweltministerium weltweit“). Womit Kreuzer bei seinem Lieblingsthema war: der Umwelt und den Grünen, die das Thema nach seiner Ansicht zu Unrecht für sich reklamieren.

An die Adresse der größten Oppositionspartei im Landtag sagte er: „Verbote werden nichts bringen.“ Die Menschheit wachse in einem atemberaubenden Tempo, allein in Afrika würden 2050 doppelt so viele Menschen wohnen wie heute, nämlich zwei Milliarden. Das Einzige, was hilft, seien technische Lösungen, die auch in der Vergangenheit immer wieder geholfen hätten, Probleme zu lösen. So seien die Flüsse heute sauberer als je zuvor. Kreuzer warnte vor „Auswüchsen einer hysterischen Klimadebatte, die das Zeug hat, die Gesellschaft zu spalten“.

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Gastgeber Florian Sperl, Ortsvorsitzender der CSU und Bürgermeisterkandidat, knüpfte hier an. „Auch mir liegt viel an Umwelt- und Klimaschutz in unserer Gemeinde“, erklärte er. Er wünscht sich, dass die Gemeinde beim Umwelt- und Artenschutz mit dem Bund Naturschutz und dem Landesbund für Vogelschutz zusammenarbeitet. „Und ich möchte dabei nicht gegen die heimische Land- und Forstwirtschaft arbeiten, sondern mit ihr.“ Oberste Priorität räumte Sperl in der Vorstellung seines Programms bezahlbarem Wohnraum für Einheimische und junge Familien ein. „Wir müssen hier auch einmal neue Wege gehen. Stichworte: genossenschaftlicher Wohnungsbau oder Erbpacht.“

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Einig waren sich Sperl und sein prominenter Gast, dass Bayern nicht nur erfolgreich, sondern einfach schön ist. „Und Richtung Berge noch etwas schöner“, wie Kreuzer sagte. Das gilt für das Allgäu wie für Egling.

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