Sprintstark: Phillip Allwang vom SC Moosham.
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Sprintstark: Phillip Allwang vom SC Moosham.

SKI NORDISCH

Langlauf gegen die Uhr - statt Mann gegen Mann

Phillip Allwang vom SC Moosham hat eine trainingsintensive Saison beendet. Es gab zwar wenige Wettkämpfe, dafür solide Platzierungen.

Moosham/Bad Tölz – „Mir gefällt es daheim schon auch recht gut, eigentlich am besten“, sagt der Tölzer Langläufer Phillip Allwang, der wettkampfmäßig für den SC Moosham und für den Bayerischen Skiverband in die Loipe geht. Allerdings hatte der 16-jährige Blondschopf in den vergangenen sechs Monaten wenig Muße in den heimischen Gefilden. Wenn überhaupt, dann war er auf Stippvisite für ein Wochenende oder nur ein paar Stunden, wenn er zwischen dem Ski-Internat der Christopherus-Schulen in Berchtesgaden, dem Trainingszentrum in Ruhpolding und dem coronabedingten Ausweichstützpunkt in Krün/Kaltenbrunn hin und her pendelte. Zum Saisonabschluss gab es sogar noch zwei Wettkampf-Wochenenden in Oberhof und in Oberstdorf mit jeweils drei Rennen in verschiedenen Disziplinen.

Allwangs Paradedisziplin ist der Sprint, also kurze, schnelle Rennen, die in Nicht-Corona-Zeiten in sogenannten Heats ausgetragen werden: Sechs Läufer treten gegeneinander an, die zwei Schnellsten rücken in den nächsten Lauf vor. Aber auch bei den coronabedingten Einzelläufen mit Zeitwertung, konnte sich der FOS-Schüler aus dem Jahrgang 2004 gegen viele der älteren Starter durchsetzen und erreichte bei den nationalen Sichtungsrennen die Plätze 11, 14 und 21. Auch bei den längeren Distanzen platzierte sich der Rennläufer vom SC Moosham im soliden Mittelfeld. Die vielen harten Trainingseinheiten auf Skirollern, im Kraftraum, bei Bergläufen, auf dem Rad und seit November vor allem auf Schnee zahlen sich aus; die Leistungskurve zeigt deutlich nach oben. So genoss Allwang nach Abschluss der Saison einige entspannte Tage im Isarwinkel bei genüsslichen Rad- und Bergtouren rund um Isar und Walchensee ohne den Druck des Trainingsplans.

Bevor das Training im Mai wieder beginnt, muss Allwang neben den schulischen Verpflichtungen auch schon die nächste Saison planen, in der er dann hoffentlich ohne Corona-Beschränkungen seine Sprintstärke in deutlich mehr hochkarätigen Wettkämpfen zeigen kann.  red

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