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Strahlend und schön: Andi und Angelika Kassner vor der Weihnachtspyramide in ihrem Garten an der Hochstraße in Deining. 

Lichterhaus geht in Betrieb

Diese Weihnachtspyramide in XXL steht in Deining

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Egling - Der Ortsteil Deining leuchtet wieder: An diesem Samstag, 2. Dezember, geht das Lichterhaus der Familie Kassner an der Hochstraße in Betrieb. Neu in diesem Jahr: eine Weihnachtspyramide, wie sie auf vielen deutschen Tischen steht – nur halt in groß.

Deining – Eigentlich ist Papa Burkhard Kassner eher so etwas wie der Bedenkenträger der Familie, wenn es um das Thema Weihnachtsbeleuchtung geht. So erinnert er hin und wieder an die Stromrechnung oder hinterfragt schon mal, ob es dieses oder jenes Teil wirklich noch gebraucht hat. Doch Weihnachten 2016 hatte er eine großartige, zukunftsweisende Idee. Er zeigte mit dem Finger auf die kleine Weihnachtspyramide im Wohnzimmer und fragte: „Wär’ das nicht mal was für uns?“ Oh ja, dachten sich Ehefrau Angelika und Sohn Andi. Das wäre wirklich mal was.

Auch heuer haben die Kassners weder Kosten noch Mühen gescheut, um die Adresse Hochstraße 9 weihnachtlich und weithin sichtbar zu illuminieren. Neben einigen Kleinigkeiten – etwa der Erweiterung der Eiswelt mit ihren leuchtenden Eisbären und Pinguinen – hat Andi Kassner (28) die Idee von Papa Kassner aufgegriffen und eine mehrere Meter hohe und breite Weihnachtspyramide direkt an den Zaun gesetzt. „Ich bin ja in einigen Facebook-Gruppen für Weihnachtshäuser unterwegs“, sagt er. „Aber so was hat bis jetzt noch niemand, das dürfte einmalig sein.“

Kleine Weihnachtspyramiden, wie sie auf vielen deutschen Tischen stehen, werden in der Regel durch die aufsteigende Wärme von Kerzen in Bewegung gesetzt. Das ist natürlich bei der XXL-Pyramide von der Hochstraße nicht möglich. Hier braucht es einen elektrischen Antrieb. Also erkundigte sich Andi Kassner im Internet nach einem ausrangierten Kinderkarussell. In Nördlingen wurde er fündig – und fuhr kurz entschlossen mit einem Anhänger nach Schwaben.

Die Heilige Familie soll sich nicht zu schnell drehen

Allerdings stellte er daheim fest, dass sich das Karussell ein bisschen zu schnell dreht. Das mag für die schwäbischen Kinder eine Mords Gaudi gewesen sein. Aber Joseph und Maria mit dem Kind sollten es in Deining doch etwas gemächlicher angehen. Also ersetzte er den schnellen, alten Motor durch einen langsamen, neuen. Jetzt, nach den etwas komplizierten Einbauarbeiten, dreht sich das Weihnachtspersonal etwa einmal pro Minute. „Das reicht auch völlig aus“, findet Kassner.

Damit noch lange nicht genug. Immerhin musste der weihnachtsverrückte Deininger auch noch ansprechende Figuren besorgen, etwa Hirten, Schafe, Könige, Engel und was nicht noch alles im Neuen Testament erwähnt wird. Kassner fand schönes, aus Kunstharz gefertigtes Weihnachtspersonal in Judenau in Österreich – und wieder galt es, mit dem Anhänger auszurücken. Dann ging er daran, die hölzerne Pyramide zu basteln, was ihm handwerklich einiges abverlangt hat. Der 28-Jährige war schon mal froh, dass er sich diesmal – anders als im Vorjahr – nicht im Eifer des Gefechts mit der Säge in die Hand geschnitten hat. „Bis jetzt ist jedenfalls alles gut gegangen“, sagt er.

Lampen und Figuren werden vom Computer aus gesteuert

Am Samstag, 2. Dezember, soll es so weit sein. Um 16.30 Uhr geht das Deiniger Lichterhaus in Betrieb. Die LED-Leuchten werden nach und nach eingeschaltet, die Figuren setzen sich eine nach der anderen in Bewegung – was Kassner übrigens alles über seinen Computer steuert. Es gibt, passend zum Anlass, Punsch, Glühwein und Stollen – und zur Feier des Tages soll auch das Jesuskind schon in der Krippe liegen, auch wenn der hundertprozentig korrekte Termin der 24. Dezember ist. Das Ganze wird am Samstag, 23. Dezember, ebenfalls um 16.30 Uhr wiederholt. Das Lichterhaus hat längst seine Fans, weit über den Landkreis hinaus. Auch viele Münchner werden wieder staunend am Zaun stehen. „Wir freuen uns über alle, die kommen“, sagt Angelika Kassner.

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