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Bei den d’Loisachtalern Wolfratshausen führte Erwin Ischep durch Rom.

Grande Parata zu Ehren der Patrona Bavaria

Messe im Petersdom „atemberaubend“

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Von dieser Reise werden die Trachtler aus dem Loisachgau wohl noch ihren Enkeln erzählen: Zu Ehren der Patrona Bavaria ging es nach Rom. Die Teilnehmer zogen durch das Hauptportal in den Petersdom – ein einmaliges Erlebnis.

Rom/Bad Tölz-Wolfratshausen– 16 Vereine und Musikkapellen marschieren über die Stufen zum Petersdom und betreten ihn durch das Hauptportal – eine Ehre, die nur wenigen Menschen vorbehalten ist. Mittendrin der Spielmannszug Gelting, d’Loisachtaler Wolfratshausen, die Schloßbergler Harmating und die Georgenstoana Baierbrunn. Sie gehörten zu den 60 Männern und Frauen des Loisachgaus, die vor Kurzem an der Grande Parata zu Ehren der Patrona Bavaria in Rom teilnehmen durften.


Diese Stufen hinaufzugehen und im Petersdom musizieren zu dürfen „war einfach nur atemberaubend“, sagt Peter Korti, Vorsitzender des Spielmannszugs Gelting. Er fuhr mit 41 Aktiven nach Rom, dabei war auch Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller. „Die Größe des Doms und die Akustik ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt habe“, sagt Korti.

Schwer beeindruckt war auch Hans Fischhaber, zweiter Vorstand d’Loisachtalern. „Ich hatte Gänsehaut am Rücken, als wir in die größte Kirche der Welt marschiert sind“, berichtet der Wolfratshauser. Auch wenn das Wochenende durch die Busreise, den straffen Zeitplan und die italienischen Temperaturen sehr anstrengend war, will Fischhaber das Erlebnis nicht missen. „Das wirkt nach.“

Die Reise nach Rom hatte der Festring München organisiert und viele bayerischen Vereine mitgenommen, die auch beim Wiesneinzug 2016 dabei waren. Mit der Parade über den Petersplatz und einer Messe im Petersdom feierten sie, dass der damalige König Ludwig III. vor genau 110 Jahren Papst Benedikt XV. gebeten hatte, Maria zur Schutzfrau Bayerns, zur „Patrona Bavariae“, zu erheben.

Zwei Kerzen lassen die Georgenstoana Baierbrunn im Petersdom weihen.

Die Georgenstoana Baierbrunn nutzten diese einmalige Gelegenheit, um sich auf ihr großes Trachtenfest mit dem Loisachgau im kommenden Jahr vorzubereiten. „Wir haben eine Marien- und eine Osterkerze im Petersdom weihen lassen, die wir unseren Kirchen schenken wollen“, erklärt Richard Händl. Von dieser Kulisse seien alle vom Verein – auch diejenigen, die sonst keine Kirchgänger sind – schwer beeindruckt gewesen.

Einziges Manko des Ausflugs für Peter Korti: Der Papst war nicht im Petersdom. Sein Generalvikar begrüßte die Gäste aus dem Freistaat Bayern. Der Spielmannszug Gelting konnte nicht bis zum Angelus-Gebet am Sonntag auf dem Petersplatz bleiben. Kilian Wiedenbauer und seine Mitstreiter von den Schloßberglern Harmating nutzten die Gelegenheit aber noch, einen Blick auf den Papst zu erhaschen. Er sei sehr weit weg gewesen. „Aber allein zu wissen, dass er es ist, ist schon etwas Besonderes“, sagt der Sohn des Vorstands. Die Reise sei unvergesslich.

In Erinnerung werden die Trachtler sicher auch vielen Rom-Touristen bleiben – die bestaunten die bayerische Parade in römischer Kulisse nämlich vom Straßenrand. „Wir haben die bayerische Kultur nach Rom gebracht“, freut sich Richard Händl. Das war natürlich ein äußerst beliebtes Fotomotiv. „Wir werden in den ausländischen Medien sehr vertreten sein“, vermutet Hans Fischhaber.

Zum Abschluss gibt es Schnaps (v. li.): Peter Lochner, Schorsch Klug und Sandra Schukalla.

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