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Der beste Freund des Menschen: Hunde zu halten, wird in der Großgemeinde Egling teurer als bisher. 

Gemeinderat

Nach 20 Jahren: Egling erhöht die Hundesteuer

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Der Gemeinderat hat gegen die Stimme von Angelika Kassner (SPD) am Dienstag die Hundesteuer erhöht. Von einer Erhöhung wollte Bürgermeister Hubert Oberhauser nicht unbedingt sprechen. Er nannte es eine „Anpassung“, schließlich sind die bisherigen Sätze 20 Jahre alt, und mit den neuen bewegt man sich im Durchschnitt der umliegenden Gemeinden.

Egling– Franz Gröbmaier (Liste Altgemeinde Moosham), der den Antrag gestellt hatte, erklärte: „Ich finde schon, dass man sich anschauen muss, wann man das letzte Mal an der Gebührenschraube gedreht hat.“ Diese Ansicht teilte die Mehrheit des Gremiums.

Hundebesitzer müssen in Zukunft etwas tiefer in die Taschen greifen. Der erste Vierbeiner kostet ab sofort 45 statt wie bisher 39 Euro, jeder weitere 90 statt 52 Euro. Bei Kampfhunden wird der Satz von 500 auf 600 Euro erhöht. Billiger sind Jagdhunde sowie Hunde auf Einöden: Für ihre Haltung werden 30 Euro pro Jahr fällig. Kostenlos bleiben alle Hunde für therapeutische Zwecke, insbesondere Blindenhunde.

Für Diskussionen sorgte zunächst die Tatsache, dass der zweite Hunde fast doppelt so teuer wird wie bislang. Das fand Heiko Arndt (CSU) übertrieben. „Das ist prozentual schon ziemlich hoch“, sagte er. Seinem Antrag, nicht gleich auf 90, sondern nur auf 60 Euro zu erhöhen, folgte allerdings nur Angelika Kassner.

Vielmehr wurde aus einigen Wortbeiträgen deutlich, dass speziell über die Zweit-Hundsteuer der Vermehrung der Vierbeiner im Gemeindegebiet Einhalt geboten werden soll. „Die Hunde werden immer mehr, und die Probleme auch“, erklärte etwa Peter Lichtenegger (CSU). Franz Gröbmaier sagte: „Ich finde es richtig, wenn wir das als Steuerungsinstrument benutzen.“ Ähnlich äußerte sich Stefan Kießkalt (Vereinigte Bürgerschaft): „Ich glaube nicht, dass wir deswegen ausg’schamt sind.“

Und was soll mit den Mehreinnahmen geschehen? Dazu hatte Sonja Galli-Krottenthaler (Freie Wähler) eine klare Meinung: Sie forderte die Aufstellung von Sammel-Behältern für die Plastikbeutel mit dem Hundekot. Aus eigener Anschauung wusste sie zu berichten: „Am Kanal liegen die haufenweise in der Gegend rum.“ Hans Spindler (parteifrei) hat ähnliche Beobachtungen gemacht. Viele Ausflügler mit Hund würden sich zwar die Mühe machen, den Kot ihrer Haustiere in Tüten zu packen. „Aber dann nehmen sie die nicht mit nach Hause, sondern lassen sie heimlich irgendwo ins Gras fallen.“ Auch er forderte Sammelbehälter an ausgewählten Stellen.

Bürgermeister Oberhauser blieb skeptisch. Flächendeckend Sammelbehälter aufzustellen, sei ein Ding der Unmöglichkeit. „Da würde ein wahnsinniger Aufwand dahinterstecken“, erklärte er. „Auch mit einer neuen Hundesteuer sind wir davon meilenweit entfernt.“

Angelika Kassner von den Hundesportfreunden Königsdorf konnte sich mit dem Beschluss gar nicht anfreunden. „Viele Menschen haben Hunde, weil sie sich einsam fühlen“, sagte sie. Diesen Menschen die Haltung eines zweiten Tieres auf dem Umweg über die Steuer zu erschweren, findet sie „ein bisschen arrogant“. 

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