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Als „Katastrophe“ bezeichnet Gemeinderat Michael Neubauer den Zustand der Deininger Ortsdurchfahrt.

Gemeinderat Egling

Ortsdurchfahrt Deining: „Da wird nichts verschleppt“

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Vor vier Jahren begann die Planung der Deininger Ortsdurchfahrt. Seither warten die Anwohner vergeblich auf die Sanierung.

Egling/Deining – Zu einer unendlichen Geschichte entwickelt sich die anwohnerfreundliche Sanierung der Ortsdurchfahrt Deining. Nach einigen Diskussionen begannen 2015 die Planungen. In den Jahren 2016 bis 2018 sollte der Ausbau in zwei oder drei Bauabschnitten erfolgen. Passiert ist bislang vergleichsweise wenig – sehr zum Ärger von Gemeinderat Michael Neubauer.

„Es heißt immer, es hakt beim Wasserwirtschaftsamt“, sagte der Deininger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. „Das kann doch unmöglich so lange dauern. Kann da die Gemeinde nicht mal Druck machen?“ Neubauers Ansicht nach ist die Situation in Deining „eine Katastrophe“. Der Asphalt der Staatsstraße sei laut, die Kanaldeckel klappern, wenn Autos drüberfahren. Für die Anwohner ist das laut Neubauer „eine Zumutung“. Wenn sie anwohnerfreundlich saniert werden würde, wäre seiner Meinung nach viel gewonnen.

Um beginnen zu können, sei eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich, entgegnete Bürgermeister Hubert Oberhauser. Diese liege beim Wasserwirtschaftsamt Weilheim und werde momentan geprüft. Die komplette Straßen-Entwässerung müsse erneuert werden, weil sie nicht funktionsfähig ist. „Das wird ein Riesenprojekt.“

Das gesamte Wasser, das von den Gemeindestraßen und der Staatsstraße kommt, werde in Richtung Deininger Weiher und Moor abgeleitet. Das Wasser müsse zurückgehalten, Absetzbecken und ein Ölfang gebaut werden. Oberhauser prophezeite: „Dieses Thema wird uns bei den nächsten Haushaltsberatungen mehr als stark strapazieren.“ Zudem werde das Projekt viel Zeit in Anspruch nehmen. Mit einem Schnellschuss sei niemandem gedient, das Projekt müsse wasserrechtlich eingehend geprüft werden.

Danach komme auf die Deininger Bürger eine unangenehme Zeit zu. Das Projekt werde in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Im vorderen Teil sei die Wasserleitung schon verlegt, im hinteren Teil müsse dies noch geschehen. Im mittleren Teil sei über einen längeren Zeitraum eine Vollsperrung notwendig. „Das wird eine Katastrophe, auch für die Deininger Bürger wird das sehr, sehr schwierig.“ Der Bürgermeister versicherte: „Wir sind dran, da wird nichts verschleppt und verzögert.“ Beim Wasserwirtschaftsamt könne er natürlich nachfragen, so Oberhauser: „Aber ob die Nachfrage von Erfolg gekrönt ist, kann ich nicht sagen.“  

Thema im Eglinger Gemeinderat war außerdem die Sperrung einer Zufahrtsstraße nach Aumühle. Ansässige Unternehmen reagierten darauf besorgt.

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