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Feierlicher Moment: Pfarrer Manfred Wurzer segnete nach seiner bemerkenswerten Predigt das neue Eglinger Feuerwehrauto. 

Bemerkenswerte Predigt

Pfarrer: Gott, schicke Menschen, die Feuerwehrler schlagen, 14 Tage Durchfall 

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Der Eglinger Pfarrer Manfred Wurzer hat in seiner Predigt zur Einweihung des neuen Feuerwehrautos Gesellschaftskritik geübt. Vor allem Mitbürger, die Helfer tätlich angehen, bedachte er mit starken Worten.

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Egling– In seiner Predigt in der Kirche St. Sebald erinnerte Pfarrer Manfred Wurzer an die Anfänge der Feuerwehr, als der römische Kaiser Augustus Sklaven zur Brandbekämpfung abstellte, die nach 20 Jahren für ihren Dienst mit der Freiheit belohnt wurden. Sklavendienst: So, sagte er, müssen sich viele Feuerwehrler heute noch fühlen, wenn sie zu jeder Tages- und Nachtzeit ausrücken, um anderen zu helfen, und zum Dank beschimpft werden. „Man macht die Drecksarbeit, und dafür kriegt man auch noch Schläge“, sagte er. All die Autofahrer, denen es nicht schnell genug gehen kann, all die Gaffer, die ihr Handy zücken und Fotos vom Unglück anderer Menschen machen, seien Vertreter einer egomanischen Gesellschaft. Wurzer beendete seine bemerkenswerte Predigt mit dem Satz: „All denen, die Helfer tätlich angreifen, möge der Herr 14 Tage Durchfall schicken, und zwar ohne Papier in der Nähe. Amen.“ Gelächter und Zustimmung in der Kirche. 

Danach machten sich die Besucher – darunter Vertreter der sieben Gemeindefeuerwehren – auf den Weg zur Fahrzeugsegnung. Prächtig geschmückt stand das neue Fahrzeug, der Gerätewagen Logistik Florian 56/1 auf dem Hof. Nach dem gemeinsamen Gebet besprengte der Geistliche den 290 PS starken Diesel mit Weihwasser, und zwar von allen Seiten, zum Zweck des „Rundumschutzes“, wie Wurzer scherzte. Ebenso segnete er das neue Schlauchboot, das dem Einsatz auf den vielen Weihern im Eglinger Gemeindegebiet dienen soll.

Der Eglinger Pfarrer Manfred Wurzer ist ein Freund klarer Worte.

Kommandant Erich Zengerle pflichtete der Predigt von Pfarrer Wurzer völlig bei. Dass man bereit zu sein habe, auch wenn ein Champions-League-Finale läuft, habe die Eglinger Feuerwehr erst am Samstag wieder am eigenen Leib erlebt, als man mitten in der Partie Real Madrid gegen Liverpool zu einem Unfall in Dürnstein gerufen wurde. Zengerle freute sich über den neuen Gerätewagen Logistik, der ganz auf die Bedürfnisse der Wehr abgestimmt sei und den Fuhrpark der Gemeindefeuerwehren – er umfasst insgesamt zehn Autos – „gut ergänzt“. Zweiter Bürgermeister Josef Bail betonte, dass man bei dem 280 000 Euro teuren Wagen – es gab Zuschüsse in Höhe von 70 000 Euro – keinen Luxus betrieben habe. „Im Vordergrund stand, dass er praktisch ist.“

Am Tag der offenen Tür war der Andrang rege. Das Zelt, das man für das Gaufest erworben hatte und das heute noch bei diversen Veranstaltung im Einsatz ist, war gut gefüllt. Die Thanninger Blaskapelle spielte für die Besucher auf. Eine Schlange bildete sich vor der modernen Schlauchpflegeanlage, in der die Schläuche der verschiedenen Ortsteilfeuerwehren regelmäßig automatisch gereinigt und auf Dichtigkeit überprüft werden. „So ein Schlauch darf nicht reißen, darauf muss sich jeder Mann im Einsatz verlassen können“, sagte Zengerle. Ein guter Service war zudem, dass sich Besucher Rettungskarten für ihr Auto ausdrucken können. Diese wird unter der Sonnenblende verstaut und gibt im Falle eines Unfalls den Rettern Auskunft, wo etwa die Airbags liegen und wo man schneiden kann und wo nicht. Außerdem präsentierte sich die Unterstützergruppe Örtliche Einsatzleitung, bei der im Katastrophenfall die Informationen zusammenlaufen. 

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