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Allesamt froh um ein Stück mehr Sicherheit: (v. li.) Rudi Fischer (Bauhof Egling), Korbinian Häsch (Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen), Wolfgang Neuerburg (Bereichsleiter Forsten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen), Hubert Oberhauser (Bürgermeister von Egling), Alexander Bauer (Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung) sowie Christian Neubert, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Wolfratshausen.

Wenn Orientierung schwierig ist

Rettungspunkt für Waldunfälle auf Eglinger Flur

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Egling – Tausende, teils schwere Unfälle ereignen sich jedes Jahr bei Waldarbeitsunfällen in Bayern. In Egling befindet sich ein Punkt eines speziellen Rettungssystems.

Die Waldarbeit birgt viele Risiken. Tausende, teils schwere Unfälle ereignen sich jedes Jahr in Bayern. Um im Falle des Falles schnell Hilfe holen zu können, hat die Bayerische Forstverwaltung ein spezielles Rettungssystem entwickelt. Es führt Rettungskräfte zielgenau zum Unfallort und hilft, Leben zu retten. Jüngst wurde ein solcher Punkt im Gemeindegebiet Egling beschildert.

Eine erfreuliche Nachricht vorweg: Im Landkreis hat es im vergangenen Jahr keinen tödlichen Unfall im Wald gegeben. Diese Tatsache soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Arbeiter, Förster, Wanderer und Erholungssuchende einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt sind. Die Statistik spricht hier eine deutliche Sprache. „Es gab 2015 in Bayern rund 4000 Forstunfälle, wobei viele noch nicht einmal erfasst werden“, sagt Robert Nörr vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Die Bandbreite der Verletzungen reiche dabei von Quetschungen, Bänderabrissen, Brüchen und Schnittwunden bis hin zu Kopfverletzungen durch herabfallende Äste. „Sie sind in der Regel aber sehr schwer und erfordern schnellste notärztliche Versorgung“, betont Nörr. Genau hier liegt aber die Schwierigkeit. Die Unfälle ereignen sich nämlich häufig in unerschlossenen Gebieten, die in einer Notfallsituation schwer zu beschreiben sind. „Es entstehen dann schnell Missverständnisse“, so der Förster. An diesem Punkt setzt die „Rettungskette Forst“ an. Es handelt sich dabei um einen eindeutig identifizierten Treffpunkt, der Rettungskräfte zum Unfallort lotst.

12 000 solcher, oft beschilderter Treffpunkte, gibt es bayernweit inzwischen. Einer davon steht zwischen Puppling und Aumühle und wurde jüngst mit einem Schild versehen. Zudem gibt es auf dem Gebiet der Gemeinde Egling noch weitere 15 Rettungstreffpunkte. Robert Nörr empfiehlt insbesondere Waldbesitzern, sich die entsprechenden Punkte zu notieren, um sie im Notfall griffbereit zu haben. Zu finden sind diese im Internet auf der Seite www.rettungskette-forst.de. Für unterwegs rät der Förster, sich die App „Hilfe im Wald“ auf das Smartphone herunterzuladen. So lässt sich der nächste Rettungspunkt finden. Außerdem zeigt das einfach zu bedienende Programm den eigenen Standort mit GPS-Koordinaten an.

ah

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