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Die besten deutschen Monoski-Männer der sitzenden Klasse bei der jüngsten nationalen Meisterschaft: (v. li.) Björn Behnke (Jugendwertung, dahinter DBS-Chef Friedhelm Julius Beucher), Georg Kreiter, Thomas Nolte, und Felix Brunner.

Monoski

Schön locker

Thanning - Im März wurde Monoski-Ass Georg Kreiter Doppelweltmeister. An seine tolle Form knüpft der Thanninger in der neuen Saison nahtlos an. 

Skifahren in der Halle ist ja ganz nett. Trotzdem war Georg Kreiter froh, nach dem Europacup-Auftakt indoor im niederländischen Landgraaf (wir berichteten) mit seinem Monoski wieder auf von „echten Bergen“ fahren zu können. Wie jedes Jahr ist der Deutsche Behindertensportverband (DBS) im Dezember Ausrichter des eigentlichen Starts der Europacupserie. Heuer trugen die Deutschen im Pitztal zudem die Internationale Deutsche Meisterschaft in Slalom, Riesenslalom und Super-G aus. Mit durchschlagendem Erfolg für Kreiter. Der querschnittsgelähmte Thanninger sicherte sich das Triple.

Bei perfekten Pisten- und Wetterbedingungen gingen mehr als 120 Teilnehmer aus mehreren Nationen an den Start. Am ersten Renntag gewann Kreiter den Super-G mit sieben Hundertstel Sekunden Vorsprung vor US-Boy Tyler Walker – das war Titel Nummer eins. Es folgte der Riesenslalom. „Dort habe ich international leider nicht voll überzeugt“, ärgerte sich der 30-Jährige ein wenig. Platz vier hinter Walker, dem Niederländer Jeroen Kampschreur und dem Polen Igor Sigorski reichte aber zur Verteidigung des nationalen Titels vor seinen deutschen Teamkollegen Thomas Nolte (Platz sechs) und Felix Brunner (17.). Im Slalom, nicht seine stärkste Disziplin, überraschte der Oberbayer: Nach zwei Durchgängen lag er mit 1:40,63 Minuten auf die hundertstel Sekunde zeitgleich mit Nolte auf Platz zwei hinter Sikorski. Somit teilten sich erstmals in der Geschichte des DPS zwei Athleten im Slalom den Titel. Für Kreiter war es der dritte.

Am Montag und Dienstag standen zwei Europacup-Wettbewerbe auf dem Plan. In der Super-Kombi schied der Thanninger im zweiten Durchgang aus, trumpfte aber dann im Super-G mit Rang zwei hinter dem Schweizer Christoph Kunz und vor dem Österreicher Roman Rabl gewaltig auf. Der Thanninger hat also früh in der Saison seinen Rhythmus gefunden – auch eine Folge seiner beiden WM-Titel im März. „Da wird man schon lockerer“, sagt er und lacht. Überdies passt das Material. Mit dem neuen Monoski kommt Kreiter „bisher sehr gut zurecht“. Die Tests gingen aber weiter. Deshalb werde sicher nicht jedes Rennen optimal verlaufen. „Viele verschiedene Abstimmungen und Einstellungen“ will der 30-Jährige testen, „um bis zur WM 2017 oder spätestens bis zu den Paralympics 2018 ein noch besseres Gesamtpaket zu finden.“

Gestern genoss Kreiter einen freien Tag im Kühtai, wo heute ein Training und morgen ein Europacupslalom anstehen. Es schneite übrigens – noch etwas, was man in einer Skialle nicht sieht. 

peb

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