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„Wirklich ausgezeichnete Musiker“: Zum Auftakt des Ticketverkaufs spielte „LaBrassBanda“-Tubist Stefan Huber (re.) mit der Degerndorfer Blasmusik. 

Tubist Stefan Huber im Interview

So narrisch freut sich LaBrassBanda auf das Loisachgaufest

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Achtung! Am Freitag kommen ein paar wilde, barfüßige Chiemseer in den Landkreis, mit dem festen Vorsatz, Egling aufzumischen. Mit einem von ihnen haben wir vorab gesprochen.

Egling – Das Mittel der Chiemseer: Blasinstrumente. Die Band „LaBrassBanda“ macht auf ihrer Tournee „Around the World“ Station im Festzelt. Pate der Band für den Eglinger Auftritt ist Tubist Stefan Huber (30) aus Ainring (Berchtesgadener Land). Er erzählt, warum ihre Art von Musik auf der ganzen Welt funktioniert – und warum er sich auf Egling so freut.

Herr Huber, Sie sind Pate für das Eglinger Konzert. Was hat der Pate für eine Aufgabe?

Wir möchten einfach, dass die Verbindung zwischen unserer Band und dem Ort ein bisserl persönlich wird. Irgendwo hinfahren, spielen und dann womöglich in derselben Nacht wieder wegfahren, das würde nicht zu uns passen. Deswegen bin ich quasi Verbindungsglied zwischen der Band und den Veranstaltern. Mit denen habe ich einen super Kontakt, ganz liebe Leute. Im ersten Lied von unserer CD, in „Bauwagen“, heißt es ja: „Man muss den Ort spüren, wo man grad spielt.“ Das ist uns wirklich wichtig.

Ich habe gehört, dass Ihr am Nachmittag vor dem Konzert noch Fußball spielt?

Ja, das haben wir vor. Ich kann nur hoffen, dass die Eglinger ein paar ältere Semester aufstellen. Sonst haben wir keine Chance (lacht).

Sie waren ja schon einmal in Egling, zum Auftakt des Ticketverkaufs. Wie war der Eindruck?

Es war brutal schön zu sehen, wie das ganze Dorf gemeinsam anpackt. So ein Gaufest zu stemmen, ist ja etwas Großes, da müssen alle zusammen helfen. Und die Degerndorfer Blasmusi, das sind wirklich ausgezeichnete Musiker. Die werden übrigens eine von unseren Vorbands sein, neben der „Radio Buh-Band“ und „Caravana Sun“ aus Australien. Vielleicht auch eine schöne Sache für die Degerndorfer, wenn sie einmal vor ein paar tausend Leuten spielen können.

Wie sind Sie zur Tuba gekommen? War das immer schon Ihr Wunschinstrument?

Ja, schon. Ich bin in Ainring aufgewachsen, in einem Anwesen, das relativ abseits stand. Der nächste Nachbar, der vielleicht 300 Meter Luftlinie entfernt gewohnt hat, war der Tubist der Aufhamer Blaskapelle. Der wollte, dass ich sein Nachfolger werde. Und zur Blasmusik wollte ich sowieso immer. Da war mein Weg quasi vorgezeichnet. Inzwischen spielen wir übrigens gemeinsam.

Wer war Ihr Lehrmeister?

Studiert habe ich in Linz. Der Tubist der Band „Mnozil Brass“, Wilfried Brandstötter, war mein Professor. Das wird für mich persönlich etwas Besonderes werden, wenn wir am 12. August auf dem Domplatz in Linz spielen.

Gibt es ein Lied auf Eurer aktuellen CD, bei dem die Tuba extrem gefordert ist?

Immer wieder. Es sind einige Stellen dabei, wo die Tuba einen wichtigen Part einnimmt. Besonders vielleicht in „Schener Dog“, eine Polka.

In dem Lied geht’s um Eure Welttournee Anfang des Jahres, stimmt’s?

Ja, genau. Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong, Tokio, Sydney, Wellington, Honolulu und so weiter. Schon der Wahnsinn, was wir alles erlebt haben.

Was hat Sie besonders beeindruckt?

Ho-Chi-Minh-Stadt. Wenn man Bilder von Backpackern sieht, die da unten waren, glaubt man ja, Vietnam wäre total ländlich, ganz ruhig, unfassbare Natur. Stimmt aber nur teilweise. In Ho-Chi-Minh-Stadt wohnen acht Millionen Menschen – und es gibt, glaube ich, vier Ampeln insgesamt. Wir haben in einem kleinen Innenhof gespielt, Open Air.

Hat Eure Musik da auch funktioniert? Seid Ihr global verständlich?

Ich glaube schon. Die Energie, die von der Bühne runterkommt, die versteht man einfach. Das haben wir in Vietnam erlebt, in Brasilien, in Hamburg, überall. Bei uns geht es drum, dass wir gute Musik machen und alle zusammen einen schönen Abend haben.

Und jetzt Egling.

Ja, wir freuen uns total und sind hoch motiviert.

Das Festzelt fasst 4000 Leute...

Ja, brutal, das ist schon eine Hausnummer, auch für uns. Das muss man erst mal packen. So viele Leute sind schon die absolute Ausnahme, in einem Bierzelt sowieso. So eine Masse an Leuten hatten wir vielleicht bei unserem zehnjährigen Bandjubiläum in der Olympiahalle im März. Spricht für die Eglinger, dass die da gut Gas gegeben haben. Kompliment.

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