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Zahlreiche Zaungäste kamen zum 25. Pfingstritt des Trachtenvereins St. Sebald nach Dettenhausen. 

Andacht

So war der 25. Pfingstritt in Dettenhausen

Streicheleinheiten für einen Isländer gab es beim Pfingstritt in Dettenhausen. Rund 70 Reiter mit geschmückten Rössern kamem zur Andacht.

Egling Zum Glück tat sich zwischen Niesel am Morgen und Regen am Abend gerade ein sonniges Zeitfenster auf, als am Pfingstmontag der 25. Pfingstritt um die kleine Marienkapelle in Dettenhausen stattfand. Rund 70 Reiter mit geschmückten Rössern waren gekommen, um den Segen von Pater Adrianus zu erhalten – eine Tradition in Egling, die es seit 1992 jährlich gibt und inzwischen viele Besucher anzieht.

Nach der Andacht versammelten sich Ross und Reiter am Gasthof Oberhauser in Egling. Von dort bewegte sich der Prozessionszug langsam nach Dettenhausen die Anhöhe hinauf zum kleinen Marienkircherl. Ob strammer Haflinger oder anmutiges Reitpferd – sie alle waren von ihren Besitzern fesch herausgeputzt worden, mit Rosengebinden am Kopf, geflochtenen Mähnen und mit weiß-blauen Bändern an den Schweifen. Und wie es sich an so einem bayerischen Festtag gehört, kamen auch viele Zuschauer in Tracht zum Bittgang.

Segen für Mensch und Tier

Es hatte schon etwas Ehrfurchtsvolles, als man die Pferdehufe den steilen Schotterweg hinauf klappern hörte und die Reiter hoch zu Ross mit unbeweglicher Mine an den Zuschauern vorbeischritten. Schließlich ist eine solche Prozession kein fröhlicher Festzug. Auf Höhe der Marienkapelle zogen die Herren ihren Hut, und die Damen bekreuzigten sich in Demut. Drei Mal, so gibt es das Brauchtum vor, wird die Kapelle umrundet, drei Mal gibt es den Segen für Mensch und Tier, damit im kommenden Jahr kein Unglück geschieht. Die zahlreichen Zuschauer mussten aus Sicherheitsgründen hinter der Wegumzäunung stehen bleiben, denn dicht an dicht schritten die Vierbeiner am Zügel an ihnen vorbei.

Es ist durchaus keine Selbstverständlichkeit, dass die Pferde so diszipliniert bei so einer Prozession mit Publikum mitmachen, weiß Ulla Peters-Kinen aus eigener Erfahrung. Deshalb lobte sie ihren zwölfjährigen Isländer „Tvistur“, den sie auf dem Nachhauseweg am Halfter führte. „Gut hast es g’macht“, flüsterte sie dem Pferd ins Ohr und strich ihm über die Nüstern. Die Walchstädterin kommt jedes Jahr mit ihren Vierbeinern her, „für die Gesundheit im Stall“, wie sie sagt.

Ohne Zwischenfälle ging der Pfingstritt in den gemütlichen Festakt am Dorfplatz über. „So viele Gäste hatten wir noch nie. 60 Kuchen wurden im Zelt verkauft und zusätzliche Biertische im Außenbereich aufgestellt“, freute sich Katrin Hoffmann vom Trachtenverein St. Sebald. Der Verein organisiert diesen wunderbaren Brauch, den der Dettenhauser Pferdebesitzer Jakob Westenrieder vor 25 Jahren initiiert hatte. Für die musikalische Untermalung sorgte wie jedes Jahr die Degerndorfer Blasmusik. Andrea Weber

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