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Sterne des Sports: SC Moosham holt den Landessieg und vertritt Bayern im Bundesfinale

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Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

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Erfolgreiche Müllsammler: Kameramann Mario Skrlec und Autorin Patricia Gabor interviewen Carolina (10) und Verena (11).
Erfolgreiche Müllsammler: Kameramann Mario Skrlec und Autorin Patricia Gabor interviewen Carolina (10) und Verena (11). © Sabine Hermsdorf-Hiss

Nachwuchsläufer des SC Moosham machen mit einer besonderen Ramadama-Aktion auf sich aufmerksam und heimsen einen Preis ein.

Egling – Wie Sieger aussehen, kann man in Kürze im Fernsehen erleben: Der SC Moosham hat sich bei den „Sternen des Sports“, einem seit 2004 bestehenden Wettbewerb des Deutschen Olympischen Sportbunds sowie der Volks- und Raiffeisenbanken, beworben. Mit der Aktion „Sauba wui i’s!“ gewann der Verein den Großen Stern des Sports in Silber und wird nun als Landessieger Bayern im Bundesfinale vertreten. Bei der Übergabe des Preises war das Bayerische Fernsehen vor Ort, um einen Beitrag über die Mooshamer zu drehen.

„Groß und Klein zur Bewegung in der Natur zu animieren und somit vom Handy wegzuholen, ist unser Ziel“, schrieb Renate Förtsch, zuständig beim SC Moosham für die Öffentlichkeitsarbeit, in der Bewerbung an die Wettbewerbsjury. Zusammen mit Trainer Michael Hofsäss hatte sie die Aktion ins Leben gerufen. „Warum sollte man nicht beim Laufen zugleich Müll einsammeln können?“, hatten sie sich gefragt. Also rief der Verein im ersten Halbjahr 2021 unter dem Motto „Sauba wui i’s! – müllfrei, i bin dabei“ eine Sammelaktion ins Leben. „Man braucht nur beim Radeln, Spazierengehen, Joggen und Trainieren einen Müllsack mitnehmen und einsammeln, was sich in der Natur an Müll findet.“ Und zu finden gibt es eine ganze Menge – von Glasscherben über Plastikfolien, Hundekotbeutel und Metallteilen bis hin zu Autoreifen. „Sogar eine Schubkarre war darunter“, berichtete Renate Förtsch am Ende der Aktion Ende Juni.

Inzwischen ist das Müllsammeln so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es immer noch Teil der Trainingsläufe ist. „Und sollte der eine oder andere Gedankenlose durch die Aktion dazu animiert werden können, zukünftig seinen Müll korrekt statt in der freien Natur zu entsorgen, dann hätte das Ganze in den Augen der Verantwortlichen seinen Zweck wirklich erfüllt“, so Förtsch.

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Das sah die Jury genauso und sprach dem Verein die Siegprämie von 2500 Euro und den Landessieg zu. Den Betrag hat die Raiffeisenbank um weitere 250 Euro aufgestockt. „Wenn man regional denkt und die Fantasie im Ehrenamt einfach mal machen lässt“, zeigte sich Manfred Klaar, Vorstand der Raiffeisenbank im Oberland begeistert, „kommen solche tollen Sachen heraus.“

Gemeinsam mit seiner Kollegin Marion Waizmann vom Marketing ließ es sich Manfred Klaar nicht nehmen, den Siegern der Raiffeisen Oberland Challenge (ROC) zu gratulieren. In diesem Jahr konnten wegen Corona nur vier ROC-Läufe im Wettkampfmodus ausgetragen werden, die Siegerehrung musste aus dem gleichen Grund ausfallen. Für den SC Moosham auf den ersten Plätzen landeten in ihrer Kategorie Tamara Estner, Marie Lachenmaier, Valentin Fels, Florian Hofsäss, Elisabeth Harrer, Seppi Schilcher sowie die Geschwister Theresia und Katharina Boschner ganz vorne.

Erfolgreiche Läufer: (v. li.) Katharina Boschner, Lisi Harrer, Valentin Pelz, Florian Hofsäss, Theresa Boschner, Tamara Estner, Marie Lachenmeier
Erfolgreiche Läufer: (v. li.) Katharina Boschner, Lisi Harrer, Valentin Pelz, Florian Hofsäss, Theresa Boschner, Tamara Estner, Marie Lachenmeier © Sabine Hermsdorf-Hiss

Trainer Michael Hofsäss hatte neben den Urkunden noch eine weitere Überraschung im Gepäck. Jeder Sportler, der alle vier Läufe absolviert hatte, bekam einen duftenden Guglhupf überreicht. „Das“, so der Trainer mit einem Augenzwinkern, „ist doch wirklich eine Motivation, mitzumachen.“

sh

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