+
Hoch das Bein: Beim Attenhamer Bulldogziang konnte man nicht alltägliche Szenen sehen.

Herausforderung für Mensch und Material

Bulldogziang Attenham: Traktorenschau der besonderen Art

Egling – Das Attenhamer Bulldogziang war wieder eine Herausforderung für Mensch und Material. Es ist eine Traktorenschau der besonderen Art.

Die Motoren dröhnten laut, dunkler Auspuffqualm lag über Attenham: Das 7. Bulldogziang am Sonntag war wieder ein echter Kraftakt für Mensch und Maschine. Am Start standen etwa 90 Serienschlepper und Oldtimertraktoren. Es galt, eine 100 Meter lange Steigung zu meistern. Und das unter erschwerten Bedingungen, denn die Fahrzeuge mussten, je nach Gewicht, einen bis zu 14 Tonnen schweren Bremswagen mit hinaufziehen. Um Chancengleichheit zu gewährleisten, wurden die Traktoren in zwölf Gewichtsklassen unterteilt.

Die Königsklasse bildeten gewaltige Bulldogs mit mehr als 10,8 Tonnen. Dort startete auch Maxl Leonhard aus Höhenrain mit seinem 360 PS starken Fendt 936, der außerdem über Reifen von einer imposanten Breite über drei Meter verfügte. „Der Fahrer muss schon auf einiges achten“, erklärte er. „Am Start schön langsam, weil man sonst die Erde aufschiebt und so zusätzlichen Widerstand erzeugt“, sagte er mit der Erfahrung, über die er als regelmäßiger Teilnehmer verfügt. Zudem gelte es, den Traktor perfekt einzustellen. „Wichtig ist ein geringer Reifendruck, um möglichst viel Traktion zu haben“, verriet er. Am Ende reichte es für Maxl Leonhard immerhin zu 80 Meter und Rang drei in der Königsklasse. Den Sieg sicherte sich Andreas Hack mit seinem Kirowez K 700. Ihm gelang es, die komplette Strecke zu absolvieren und damit auch ein sogenannter „full pull“.

Anderen Teilnehmern erging es weniger gut. Vor allem der steilste Abschnitt kurz vor dem Ziel machte so manchen zu schaffen. Durchdrehende Reifen sowie ein leichtes Anheben der Vorderreifen signalisierten meist schon das Aus. Die ehrgeizigen Fahrer versuchten im Anschluss meist vergeblich, den Karren noch ein mal aus den Dreck zu ziehen. Dennoch gelang fast in jeder Klasse einem Fahrer der ersehnte „full pull“.

Trotz schlechten Wetters und matschigem Erdreich durfte sich der Burschenverein Endlhausen über etwa 1300 Besucher freuen. Grund zur Freunde auch für Mitorganisator Stefan Sappl. „Das Bulldogziang ist eine Seltenheit. Jeder Bauer, der will, kann mitziehen und zeigen, welchen Traktor er daheim hat“, erklärt er. Das ist auch der besondere Reiz des Events.

von Dominik Hager

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bürgerentscheid abgelehnt: So reagieren die Betroffenen
Es wird keinen Bürgerentscheid in Geretsried geben. Der Stadtrat hat das Bürgerbegehren für ungültig erklärt. Für die Investoren ist das erfreulich, für die Gegner des …
Bürgerentscheid abgelehnt: So reagieren die Betroffenen
Schulleitung in Geretsried bläst Abi-Streich ab
Wieder einmal ist ein Abi-Streich am Geretsrieder Gymnasium aus dem Ruder gelaufen. Weil schon frühmorgens Alkohol im Spiel war, bliesen Oberstufenkoordinator Peter …
Schulleitung in Geretsried bläst Abi-Streich ab
S-Bahn-Störung auf der S7: Vermisste Person wird gesucht
Wegen eines Polizeieinsatzes war die S7 zwischen Icking und Wolfratshausen von Mittwochmittag bis in die Abendstunden gesperrt. 
S-Bahn-Störung auf der S7: Vermisste Person wird gesucht
TuS zieht Bilanz und ehrt Sportler des Jahres 
61 von 95 Delegierten aus elf Abteilungen kamen zur jüngsten Versammlung des TuS Geretsried. Für sie hatte Vorstandsvorsitzender Mirko Naumann eine gute Nachricht.
TuS zieht Bilanz und ehrt Sportler des Jahres 

Kommentare