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3,4 Hektar Streuwiesen mähen Helfer des Landesbund für Vogelschutz in diesem Jahr.

Wertvolle Flächen schützen

Vogelschützer greifen zur Heugabel

Ans Mähen haben sich Freiwillige des LBV gemacht. Ihre Mission: Wertvolle Flächen schützen, damit der Lebensraum für Vögel und Pflanzen erhalten bleibt.

Bad Tölz-Wolfratshausen Wie alle Lebensbereiche hat sich die Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Güllegesättigte Wirtschaftswiesen bieten keinen Lebensraum mehr für blühende Pflanzen und bodenbrütende Vögel. Mit staatlicher Förderung pflegen einige Landwirte trotzdem noch einzelne Flächen naturnah. Manch wertvolle Fläche ist aber zu klein, nass oder abgelegen, um sie kostendeckend zu bewirtschaften. Naturschutzfachlich sind sie jedoch wertvoll. Um einige dieser Flächen kümmert sich der Landesbund für Vogelschutz (LBV).

3,4 Hektar im Jahr

Von den rund 60 Hektar Eigentums- und Pachtflächen sind es laut LBV dieses Jahr 3,4 Hektar, die die Vogelschützer mähen. Mit einem 1,20 Meter breiten Balkenmäher bedeutet dies eine Wegstrecke von fast 30 Kilometern, die die Helfer hinter der Maschine abgehen müssen. Dann erst folgt die schwere Arbeit des händischen Heuwendens und Rechens. Jeder, der einen bestenfalls wenige hundert Quadratmeter großen Rasen mäht, weiß, wie viel Arbeit dies ist.

Helfer gesucht

Seit dem 1. September werden die Streuwiesen gemäht. Die Flächen liegen fast alle im Gemeindebereich Egling, wenige bei Bairawies. „Wer ganz praktisch beim Naturschutz mithelfen möchte, kann sich bei uns melden“, sagt LBV-Sprecherin Sabine Tappertzhofen. Die E-Mail-Adresse lautet gs@lbv-toel.de. Der LBV nimmt die E-Mail-Adresse des Interessenten dann in den Biotop-Pflegeverteiler auf und meldet sich bei Bedarf. peb

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