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Warum in Egling jetzt seltener gemäht wird

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Von: Volker Ufertinger

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Ein Fest für Insekten: In Egling soll weniger gemäht werden. © Foto: dpa

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ wirkt nach. Die Gemeinde Egling will in Zukunft seltener mähen, um die Artenvielfalt zu fördern.

Egling – Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ war mit über 1,8 Millionen Stimmen das erfolgreichste in der Geschichte Bayerns. Auch in Egling machten sich viele Bürger für den Erhalt der Artenvielfalt stark, nämlich 710 von 4016 stimmberechtigten Bürgern.

Bürgermeister Hubert Oberhauser will die Gunst der Stunde nutzen und Blühwiesen auf den Gemeindeflächen fördern. „Ich stehe voll hinter dem Anliegen“, erklärte er in der Ratssitzung am Dienstag. Daher werde der Bauhof auf großen Flächen weniger mähen als bisher.

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Bislang sei es zwei oder drei Mal im Jahr üblich gewesen, das Grün zu stutzen. Jetzt werde möglicherweise nur noch ein Mal gemäht, nämlich im Juli. „Wir werden mit dem Thema jedenfalls sehr sensibel umgehen“, sagte der Bürgermeister. „Das wird vielleicht nicht jedem schmecken, aber das Bewusstsein ist momentan einfach vorhanden.“ Thomas Mayer (Freie Wähler) forderte einen „Mut zur Wildnis“, worauf Oberhauser antwortete: „Den haben wir ganz gewiss.“

Noch weiter gehen wollte Landwirt Peter Lichtenegger (CSU), der erklärte, dass ihn das Volksbegehren sehr beschäftigt habe. Er plädierte dafür, gegen die Lichtverschmutzung vorzugehen und etwa Lampen im kommunalen Verantwortungsbereich mit Abschalteinrichtungen zu versehen. Auch eine Grünfläche direkt am Rathaus erklärte er für geeignet, um eine Blumenwiese anzulegen. Das aber geht nicht. „Da kommt ein Behindertenparkplatz hin“, erwiderte der Rathauschef.

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