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Traumhaftes Wetter, tolle Pistenverhältnisse: Mono-Skifahrer Georg Kreiter war in der Schweiz am Start.

Thanning

Das Ziel vor Augen

Mono-Skifahrer Georg Kreiter beendet eine wechselhafte Saison mit guten Resultaten beim Europacup-Finale in der Schweiz.

Wie heißt es so richtig: Der Weg ist das Ziel. Diese Erfahrung machte auch Georg Kreiter in der gerade zu Ende gegangenen Saison: Der Mono-Skifahrer aus Thanning beendete einen nach eigenen Worten „turbulenten, aber auch aufregenden und spannenden Winter“ mit einer Reihe von guten Europacup-Rennen. „Auf dem Papier waren die Ergebnisse heuer leider oft nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Im Kopf aber weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin und es nur eine Frage der Zeit ist, bis ich dahin komme, wo ich hin will“, so lautet die Bilanz des querschnittsgelähmte 31-Jährigen.

Nach den Rennen in Nordamerika absolvierten die Moni-Skifahrer im schweizerischen Obersaxen ihr Europacup-Finale und noch einige internationale Rennen. „Schon beim Weltcup-Abschluss in Aspen wurden wir zwei Wochen lang mit Traumwetter verwöhnt“, berichtete Kreiter. Aber während der Woche in der Schweiz habe man gesehen, „dass es auch in Europa richtig schöne Wintertage gibt. Und außerdem perfekte Pistenbedingungen.“

Im Super-G fuhr der Thanninger als Dritter sogleich aufs Podest. Die Freude darüber wurde getrübt vom Sturz seines Teamkollegen Felix Brunner, der mit einer ausgekugelten Schulter ins Krankenhaus geflogen werden musste. „Ich hoffe, er wird bald wieder fit“, schickte Kreiter dem verletzten Kameraden einen Gruß hinterher. Tags darauf versuchte er in der Superkombination wieder nach vorne zu fahren, patzte aber im Slalom und fiel insgesamt auf Rang vier zurück. Im Riesenslalom wollte der Deutsche Behindertensportler 2015 wie schon in Aspen wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen. „Aber auch im Europacup muss man für so ein Vorhaben fehlerfrei fahren. Und das habe ich leider in beiden Läufen nicht geschafft und bin am Ende nur Neunter geworden“, so der Thanninger.

Einen gelungenen Saisonabschluss feierte er in den Punkterennen, die – inklusive der Schweizer Meisterschaft – an den Tagen darauf durchgeführt wurden. Den Riesenslalom gewann Kreiter vor dem Italiener René De Silvestro und Jesper Pedersen. Im Slalom musste er sich dem jungen Norweger geschlagen geben; auf Platz drei fuhr Christoph Kunz aus der Schweiz.

Bis Ende Mai stehen für den Doppelweltmeister von 2015 noch zwei Trainingslehrgänge mit der Nationalmannschaft auf dem Plan. „Für Ski- und Materialtests werden wir noch einige Male auf den Gletscher fahren, bevor die Skier für drei Monate in den Keller kommen“, so Kreiter. Doch von Ausruhen könne keine Rede sein, denn schon mit dem Sommertraining („Dann wird wieder das Handbike mein Haupttrainingsgerät – ich freue mich drauf“) wird der 31-Jährige den Weg beschreiten, der ihn zu seinem Ziel bringt.tw

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