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Ein Geschenk mit Gewicht: Bürgermeister Hubert Oberhauser (re.), Schirmherr des Gaufests, stiftete dem Verein St. Sebald einen Gedenkstein für Pfarrer Franz Seraph Bierprigl. Erster Vorsitzender Peter Fischhaber (li.) nahm das Geschenk hocherfreut entgegen. 

Geschenk des Bürgermeisters an den Trachtenverein St. Sebald

Zur Erinnerung an Pfarrer Bierprigl

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Pfarrer Franz Bierprigl war die treibende Kraft bei der Gründung des Trachtenvereins St. Sebald. Daran wollte Bürgermeister Hubert Oberhauser, zugleich Schirmherr des Loisachgaufests, erinnern - und stiftete einen Gedenkstein. 

Egling – Bürgermeister Hubert Oberhauser war Schirmherr des diesjährigen Loisachgaufests. Doch nicht nur das: Seine Familie ist eng mit der Gründung des ausrichtenden Trachtenvereins St. Sebald verbunden. Das nahm er am Freitag beim Gauheimatabend zum Anlass, dem Verein einen Gedenkstein zu stiften und an die treibende Kraft bei der Gründung im Jahr 1969 zu erinnern: Pfarrer und Ehrenbürger Franz Seraph Bierprigl, 26 Jahre lang Seelsorger der Gemeinde.

Das Geschenk hat Gewicht, in jeder Hinsicht. Es handelt sich um einen Felsblock aus dem Wettersteingebirge. Die Herkunft ist eine Reverenz an den Pfarrer, der aus der Garmischer Gegend stammte. Dieser sah Ende der 1960er Jahre die Zeit gekommen, dass auch Egling seinen Trachtenverein bekommen sollte. Erster Ansprechpartner war Hans Oberhauser, Hubert Oberhausers Vater. Der Geistliche war ein Freund der Familie. Eines Tages machte Bierprigl Oberhauser sen. mit seinen Plänen vertraut und sagte zu ihm ganz direkt: „Hans,  Du machst den 1. Vorstand.“ Der Bürgermeister erzählte die Episode beim Gauheimatabend mit einem Lächeln und fügte hinzu: „Damit war es ausgeredet.“

Der Geistliche war „ein Freund vom lieben Gott“

Oberhauser erinnerte an den Geistlichen als einen besonderen Menschen: „Man hat immer gesagt: Er ist ein Freund vom lieben Gott.“ Er habe gern gegessen, ebenso gern geschafkopft und habe es verstanden, immer den richtigen Witz zur richtigen Zeit zu machen. Bei den Eglingern war er extrem beliebt. Die Fahnenweihe des Trachtenvereins hat er nicht mehr erlebt: Bierprigl starb kurz nach der Gründung.

Der Stein besteht aus einer Bronzeplatte sowie aus zwei Fotos aus dem Oberhauser’schen Familienarchiv. Eins zeigt Bierprigl als Priester, eins in Lederhosen. Wo der Stein seinen Platz finden soll, ist noch unklar – vielleicht am Dorfplatz, vielleicht am Priestergrab. Der aktuelle Vorsitzender von St. Sebald, Peter Fischhaber, freute sich sehr: „So was haben wir bis jetzt noch nicht bekommen. Der Stein wird einen Ehrenplatz erhalten.

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