Eglinger wollen "mehr Druck machen"

- Egling - Eineinviertel Stunden lang diskutierten die Eglinger in ihrer Bürgerversammlung. Unter den Nägeln brannte den 55 Besuchern das Thema Umgehungsstraße, zumal sie Bürgermeister Hans Sappl mit dem "definitiven Nein des Straßenbauamts Weilheim zum Weiterbau 2004" enttäuschte.<BR>

"Wie ist es zur Absage des Straßenbauamts gekommen", fragte Robert Werner. Er regte an, "mehr Druck zu machen", etwa jeden Sonntag die Autos auf die Hauptstraße rauszustellen. Sappl berichtete, er habe bis zuletzt auf den Weiterbau in diesem Jahr gehofft. Straßenbauamtsleiter Günther Grafwallner habe ihm mitgeteilt, dass sein Haushalt dies einfach nicht erlaube. Egling stehe auf der Liste ganz oben. Sappl: "Ich bin zuversichtlich, dass wir ab 2005 wieder mit dabei sind."<P>Den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt und der Gehsteige beklagte Markus Werner. "Das ist ein Wahnsinn." Die Sanierung wurde aufgeschoben, weil man die Abstufung zur Gemeindestraße nach dem Bau der Umgehung abwarten wollte. "Man darf sich da nicht mehr vertrösten lassen", schimpfte Werner. Seine Befürchtung, dass die Gemeinde die Straße am Ende selbst richten muss, konnte der Bürgermeister entkräften: Die Straße müsse saniert übergeben werden. Sappl will nun über Ausbesserungen verhandeln. Josef Kellner schlug vor, den Ergertshauser Durchgangsverkehr über den Westteil der Umgehung zu leiten.<P>Laut Sappl ist jedoch weder eine Rückstufung der Ergertshauser Dorfstraße noch eine Entfernung des Wegweisers nach Deining an der Staatsstraße möglich. Die Zukunft des 11 0000-Quadratmeter-Areals der ehemaligen Raketenstellung im Landschaftsschutzgebiet Schönberg sprach Günter Landesberger aus Sachsenhausen an: Er befürchtet, dass der Bund das Gelände an einen Mobilfunkbetreiber veräußert. Er schlug vor, selbst ein Konzept zu entwickeln. Man könne das Gelände parzellieren und Projekte, die mit der Natur zu tun haben und mit denen man Geld verdienen kann, unterbringen. Als Beispiele nannte er Pferdeboxen, eine Wetterstation oder Solaranlagen.<P>Energisch sprach sich der Deininger Erwin Graßl dagegen aus: "Der einzige wahre Weg ist: ,Zurück zur Natur`. Alles andere darf da oben nicht sein." Warum bei den FFH-Gebieten nur Mooshamer und keine Thanninger Flächen sind, wollte Josef Ruml wissen. Manfred Holthoff beklagte, dass durch den Verkehr und parkende Autos in Dettenhausen Landwirte behindert und Kinder gefährdet würden.ver<P>

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