Karl-Josef Becker Der Kardinal hilft seit 24Jahren als Urlaubspfarrer aus – und will das auch in Zukunft tun. Foto: archiv
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Karl-Josef Becker Der Kardinal hilft seit 24Jahren als Urlaubspfarrer aus – und will das auch in Zukunft tun. Foto: archiv

Ehrentag für „Pater Becker“

Hechenberg - Seit dem Frühjahr ist Karl-Josef Becker Kardinal. Grund genug für die Pfarrgemeinde Hechenberg/Kirchbichl, ihren langjährigen Ferienpfarrer mit einem Ehrentag zu feiern.

„Wir sind Kardinal“ hatten die Hechenberger in ihren jüngsten Pfarrbrief geschrieben. Dies habe ihn zum Schmunzeln gebracht, aber auch nachdenklich gemacht, erklärte der Geistliche in seiner Predigt beim Festgottesdienst in St. Valentin. „Die Ehrung eines anderen anzuerkennen und sich dabei selbst geehrt zu fühlen, das ist ein Zeichen für Ehrlichkeit und Vornehmheit“, sagte Becker. Er habe nie daran gezweifelt, in den Ferien in die hiesige Pfarrgemeinde zurückzukommen. Dass der ihm bereitete Ehrentag mit einer Messe beginne, sei Bekenntnis und Aufforderung zugleich. Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes gestaltete der Kirchenchor mit der St. Ludwigs-Messe von Joseph Gregor Zangl.

Nach dem Festzug eröffnete Bürgermeisterin Leni Gröbmair beim Moarwirt den weltlichen Teil. „Es ist uns eine große Ehre, und wir freuen uns, dass der Heilige Vater in Rom so aufmerksam war und Ihnen die Kardinalswürde übertragen hat“, wandte sie sich an den Geistlichen. Der Staat und die Kommunen wären mit ihrer Daseinsvorsorge für die Bürger überfordert, gäben nicht Kirche und Glaube inneren Halt. „Die Menschen haben Ursehnsüchte, die nicht auf materieller Ebene gestillt werden können. Wir brauchen hauptamtliche Kirchenvertreter, die uns das Evangelium immer wieder neu und glaubhaft verkünden.“

Dass die Hechenberger und Kirchbichler diesbezüglich bestens versorgt sind, brachte Josef Loipolder sen. mit launigen Worten zum Ausdruck. Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ für Beckers 24-jähriges Wirken als Urlaubsvertreter verband Loipolder den Wunsch, „dass Sie noch recht oft zu uns kommen können“. Der 84-Jährige will in Hechenberg auch heute noch wie früher angesprochen werden - mit „Pater Becker“.

(von Rosi Bauer)

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