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„Die Kunst ist meins“: Daniela Koegler präsentiert in ihrem Wolfratshauser Atelier einige ihrer Werke. 

Ein Dialog mit dem Leben

Künstlerin Daniela Koegler: Batik als Tagebuch

Die Batik, die ursprünglich aus Indonesien stammt, ist ein seltenes Gut in der Region. Umso schöner, dass es die Wolfratshauserin Daniela Koegler gibt, die ihre Kunstwerke mit Farben und Bienenwachs auf Papier gestaltet.

Wolfratshausen – Die Religionspädagogin, die an der Wolfratshauser Grund- und Mittelschule lehrt, drückt in ihren Bildern die Dinge aus, die sie im Leben beschäftigen. Sie tut dies teils abstrakt, teils minimalistisch figurativ. Derzeit plant sie eine Ausstellung im Geretsrieder Rathaus, die noch während der Fastenzeit zu sehen sein soll. Daniela Koegler wurde 1960 in Gräfelfing geboren und ist Mutter von drei Söhnen. Seit 1971 lebt sie mit ihrer Familie in Wolfratshausen und hat sich in ihrem Zuhause ein kleines Atelier eingerichtet. Wandhoch stehen dort Regale mit Einweckgläsern. Gefüllt sind diese nicht mit Marmelade, sondern mit selbst gemischten Holzbeizen, die sie für ihre Batiken verwendet. Koegler wuchs in einer musischen Familie auf. Schon früh hatte sie Freude am Malen und Gestalten. „Die Kunst ist meins“, sagt sie. Ein Leben lang begleitete die Religionslehrerin die kreative Arbeit mit verschiedenen Ausdrucksformen. „So verarbeite ich Dinge, die mich beschäftigen.“

„Das Unerwartete ist das, was das Batiken so spannend macht“

Bei ihren Batiken auf Papier lässt sie das Motiv Schicht um Schicht entstehen und geht von hellen Farben ins Dunkle über. Nach jedem Farbauftrag streicht sie flüssiges Wachs dort auf, wo die nächste Farbschicht nicht angenommen werden darf. So entsteht ein „dialogisches Geschehen mit dem Medium“, wie sie es nennt, sprich, eine geistige Auseinandersetzung mit dem entstehenden Motiv. Am Ende werden die Wachsschichten weggebügelt. Erst dann wird klar, ob das Ergebnis Koeglers Vorstellung entspricht. „Das Unerwartete ist das, was das Batiken so spannend macht“, sagt die Künstlerin.

Die Batik-Künstlerin genießt die Freiheit des eigenen Gestaltens

Koeglers Batikbilder haben einen eigenen Duktus. Erdige Farbtöne und plakative Flächen ergeben nur schematische Motive, etwa ein angedeutetes Herz mit einer menschlichen Silhouette darin. Es sind die Begegnungen im Leben, die sie festhält. Als gläubiger Mensch schenkt Daniela Koegler ihrer Umgebung Aufmerksamkeit, sie nimmt fremde Menschen wahr und reagiert auf sie. „Da war eine alte Dame am Fenster eines Altenheims, die mir zugewunken hat. Ich wusste nicht, ob sie hilflos oder nur herzlich ist.“ Koegler verarbeitet in ihren Batikbildern Gedanken und Gefühle, die sie so schnell nicht wieder loslassen. „Es ist mein Tagebuch.“ Lange habe sie bedauert, dass sie Kunst nicht studiert hat, sagt sie. Heute weiß die Wahl-Wolfratshauserin: „Es ist gut, dass ich meinen eigenen künstlerischen Weg gegangen bin und mir die Freiheit des eigenen Gestaltens ließ.“

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