Surfwelle ist „ein Tourismusprojekt der Stadt“

Wolfratshausen - Bürgermeister Klaus Heilinglechner steht hinter dem Projekt "Surfwelle". Sollte es in die Tat umgesetzt werden, werde die Kommune die anfallenden Kosten übernehmen.

Noch ist die von Stefanie und Marcus Kastner vorgeschlagene Surfwelle in einem Loisacharm unterhalb der Weidachmühle nur ein frommer Wunsch. Doch die Stadt steht nach Worten von Bürgermeister Klaus Heilinglechner hinter dem Projekt. Das betonte der Rathauschef in der jüngsten Stadtratssitzung.

Auslöser war eine Anfrage von Heinz Wensauer in der Bürgerfrageviertelstunde. Der vertrat die Meinung, dass, wer die „Flusswelle“ will, diese auch finanzieren sollte. Wensauer plädierte dafür, dass die Initiatoren und ihre Mitstreiter einen Verein gründen sollten und die Mitgliedsbeiträge in das Vorhaben investiert werden. Heilinglechner sah das anders. Er betonte, dass die Surfwelle „ein Tourismusprojekt der Stadt Wolfratshausen“ sei. Sollte es in die Tat umgesetzt werden, werde die Kommune die anfallenden Kosten übernehmen.

Klärungsbedarf gibt es weiterhin mit einem Kraftwerksbetreiber, der Energie aus dem Nebenarm der Loisach gewinnt. Damit eine stehende Welle geschaffen werden kann, ist ein baulicher Eingriff unter Wasser nötig. Zudem muss künftig eine Mindestmenge Wasser über die künstliche Rampe rauschen. Das könnte Probleme bei der Energiegewinnung geben. Mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie sind die Wasserbau-Experten Dr. Roland Hoepffner aus Wolfratshausen und Prof. Markus Aufleger aus Penzberg von der Stadt betraut worden. Sie haben die so genannte Almwelle in Salzburg geschaffen. Von der Surfwelle erhofft sich die Flößerstadt nach Worten der Tourismusmanagerin im Wolfratshauser Rathaus, Gisela Gleißl, einen neuen „Tourismusmagneten“. (cce)

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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