Eine Basis für mehr Integration

- Geretsried – Großprojekte lassen sich mit dem Geld, das Kirstin Boehlke zur Verfügung steht, nicht finanzieren. „Wir wollen aber zumindest eine Basis bereitstellen“, erklärt die Programmleiterin des Jugendmigrationsdienstes. Seit November bietet die Einrichtung an der Karl-Lederer- und der Adalbert-Stifter-Hauptschule Kurse an, in denen Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ihre berufliche Laufbahn vorbereitet werden.

von matthias becker <P>Seit 1998 organisiert der Internationale Bund, der Träger des Migrationsdienstes ist, Modellprojekte zur Integration in Geretsried, zuletzt im März vergangenen Jahres. Nun gibt es für lernwillige Jugendliche Hausaufgabenhilfe, Bewerbungstraining und zusätzlichen Englischunterricht. Ferner werden verschiedene Freizeitangebote und eine Elternsprechstunde angeboten. Finanziert werden die Kurse mit 2000 Euro von der Stadt Geretsried und 4700 Euro von der Aktion Mensch. <P>Die Diplompädagogin Ulrike Newel leitet das Bewerbungstraining an der Karl-Lederer-Schule. &#8222;Hauptschülern fällt es oft schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.&#8220; Die richtige Vorbereitung sei sehr wichtig und gebe den Jugendlichen Selbstvertrauen. Und die Resonanz sei groß: &#8222;Wir haben im Moment 17 Schüler, die in zwei Gruppen einmal pro Woche an dem Kurs teilnehmen.&#8220; Laut Newel wäre es eine &#8222;Katastrophe&#8220;, wenn der Kurs wegen Geldknappheit Ende Februar auslaufen würde. Ein Folgeantrag bei der Stadt Geretsried sei bereits gestellt worden. Zusätzlich bietet Newel eine Eltern-Sprechstunde an. Unter der Telefonnummer 01 70/ 4 38 50 57 können Termine vereinbart werden. <P>Den Englischkurs an der Adalbert-Stifter-Schule besuchen 16 Schüler der neunten Klassen. Vier Stunden in der Woche kümmert sich Leiterin Silvia Klein um die sprachliche Kompetenz ihrer Schützlinge. &#8222;Wir machen Fortschritte&#8220;, erklärt sie, &#8222;die Schüler sind sehr motiviert.&#8220; Mit dem Ende des Projekts im März, ist sich Klein sicher, gehe viel verloren. 20 Jahre lang war Irmgard Orth Lehrerin an der Karl-Lederer-Schule. Nun hilft sie an der Adalbert-Stifter-Schule 20 Kindern der fünften und sechsten Klassen bei den Hausaufgaben. &#8222;Die Warteliste ist lang&#8220;, sagt Orth, &#8222;viele kommen zu mir, weil daheim niemand ist, der sich um sie kümmern kann.&#8220; <P>Das Freizeitangebot von Irina Pfafenrod richtet sich an die Zwölf- bis 16-Jährigen. &#8222;Geplant sind drei Ausflüge nach München&#8220;, erklärt die Mitarbeiterin des Jugendtreffs Ein-Stein. Der erste führt diesen Sonntag ins Deutsche Museum. &#8222;Die Jugendlichen sollen ihr Ziel selbst wählen und sich am Samstag zusammen vorbereiten.&#8220; <P>Alle Kurse finden in der Regel wöchentlich statt und kosten fünf Euro im Monat. Weitere Informationen gibt es bei Kirstin Boehlke, Telefon 0 89/60 08 77 14. <P>

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