Eine Pause verdient

- Sigi Menzel tritt nach 25 Jahren zurück

Mit Sigi Menzel trat ein Mann zurück, der auf eine lange Zeit beim BCF als aktiver Fußballer, Handballer, Volleyballer sowie auch als erfolgreicher Sportfunktionär zurückblickt. Als Menzel 1960 als Bub aus der Lüneburger Heide nach Farchet kam, hatte er wie viele seiner Altersgenossen nur Sport im Sinn. Zunächst jagte er mit Vorliebe dem runden Leder hinterher. 1972, während der Olympischen Spiele in München, entdeckte er Volleyball für sich. Dieser Sport begeisterte ihn. Menzel legte missionarischen Eifer an den Tag, um Volleyball auch in Wolfratshausen und Umgebung salonfähig zu machen. Er war in Waldram "Trainer und Zweiter Abteilungsleiter, ehe ich kurzfristig nach Münsing wechselte".<P>Mit dem Bau der Mehrzweckhalle in Farchet, 200 Meter von seiner Wohnung entfernt, gründete der heute 54-Jährige beim BCF die Volleyballabteilung und führte sie zehn Jahre lang.<P>Dass 1996 für den Hauptverein keine neue Führungsmannschaft gefunden wurde, empfand das Menzel als "größere Tragödie". Sollte seine bisherige Arbeit für den BCF umsonst gewesen sein? Menzel suchte einen Kandidaten und fand in Winfrid Borcherdt "einen Mann, der dem BCF gut zu Gesicht stehen würde". Beide wurden im zweiten Wahlgang gewählt. Der Verein war gerettet.<P>Als Klubvize baute Sigi Menzel eine Geschäftsstelle auf. "Darauf bin ich sehr stolz. Das Büro funktioniert dank der großen Mithilfe meiner Frau Hanni sehr gut." Anfangs bezog sich die Arbeit überwiegend auf das Innenleben des Vereins. In jüngster Zeit kamen aber zunehmend andere Dinge auf den BCF zu - Stichwort: Betreibergesellschaft. Dies kostet sehr viel Zeit. Sigi Menzel kann das mit seinem Beruf als Programmgestalter beim Bayerischen Rundfunk nicht mehr vereinbaren. Wie lange er gedenkt, Pause vom Ehrenamt zu machen? "Sie sollte angemessen sein", sagt der Farcheter, "25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, da halte ich fünf bis zehn Jahre für legitim."pen<P>

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