Zwei, die sich schätzen: Fusako Hidaka und Zweiter Bürgermeister Peter Plößl brüten über dem Gastgeschenk aus Iruma. Foto: hermsdorf

Eine Reise als Dolmetscher-Lohn

Wolfratshausen - Die Japanerin Fusako Hidaka übersetzt seit Jahren für die Bürger Wolfratshausens und Iruma. Für ihr Engagement bekam sie einen Orden von der Robert-Bosch-Stiftung und eine Reise in die Partnerstadt geschenkt.

Der Sprachkurs, den Peter Plößl vor Jahren von seinen Kindern geschenkt bekommen hat, trägt Früchte: „Minasan, ohayo gozaimasu“ - „Meine Damen und Herren, guten Morgen“. In fließendem Japanisch und mit der traditionellen Verbeugung begrüßt Plößl, der den urlaubenden Helmut Forster vertritt, seine Gäste: Fusako Hidaka und ihre Begleiterin Kasigo Sasaki aus Iruma.

Hidaka ist in Wolfratshausen keine Unbekannte: Bereits seit Jahren dolmetscht sie zwischen den Bürgern Wolfratshausens und Iruma, egal ob diese Gastgeber oder Gäste sind. „Sie ist schon immer für uns da gewesen“, fällt Plößl wieder ins Deutsche. Für diesen Einsatz bekam sie im Oktober von der Deutschen Botschaft in Iruma einen Orden und von der Robert-Bosch-Stiftung eine Reise in die Partnerstadt geschenkt. „Fusako Hidaka ist sozusagen das Gegenstück zu Peter Struzyna, der für seinen Beitrag zur deutsch-japanischen Freundschaft den ,Orden der Aufgehenden Sonne, goldene und silberne Strahlen’ verliehen bekommen hat“, macht Plößl die Bedeutung der Auszeichnung klar.

Hidaka hofft, das sich die langjährige Freundschaft zwischen Iruma und Wolfratshausen weiter so positiv entwickelt. „Uns gefällt es hier sehr, sehr gut“, bedankt sie sich auch im Namen ihrer Freundin, die ihrerseits eine besondere Vorliebe entwickelt hat: „Sie trinkt den ganzen Tag Bier - ich nehme lieber Saft.“

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