Noch endet die S 7 am Wolfratshauser Bahnhof. Im Jahr 2024, so der derzeitige Planungsstand, könnte die S-Bahn bis nach Geretsried rollen. Foto: red

Einigung über die Finanzierung

Wolfratshausen - Die Wolfratshauser SPD informiert an ihrem Stammtisch über den Sachstand der S7-Verlängerung - und lobt einen CSU-Politiker.

Die Kreisräte sowie die Stadträte aus Wolfratshausen und Geretsried haben sich offenbar intern auf eine Kostenaufteilung geeinigt, was die Finanzierung des S-Bahn-Tunnels unter der Sauerlacher Straße betrifft. Das berichtete der Wolfratshauser SPD-Stadtrat und -Ortsvorsitzende Manfred Menke beim gestrigen Stammtisch seiner Partei.

Die Zahlen würden aber kein Thema sein bei der Informationsveranstaltung am morgigen Dienstag in der Loisachhalle mit Vertretern von Freistaat und Bahn sowie Planern, sagte Menke. An dem Abend würden lediglich die aktuellen Planungen vorgestellt. Ende Juli sollen wie berichtet zuerst der Kreistag und eine Woche später die beiden Stadträte über die Aufteilung des Anteils von 17 Millionen Euro von insgesamt 44 Millionen Euro (Preisstand 2009) für einen zweigleisigen Bahntunnel abstimmen. „Wer wie viel übernimmt, wird Landrat Josef Niedermaier zu gegebener Zeit mitteilen“, sagte Menke.

Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller appellierte an die Genossen: Innenminister Joachim Herrmann brauche ein starkes, gemeinsames Signal der beiden Städte und des Kreises. Niemand solle in der Veranstaltung aufstehen und eine ganz neue Variante fordern. Innerhalb der Wolfratshauser SPD sei man sich einig darüber, dass die Loisachstadt die vereinbarten Kosten tragen werde. „In anderen Fraktionen sieht es nicht so aus. Aber die sind vielleicht noch in der Findungsphase“, meinte Schnaller.

Stadträtin Roswitha Beyer lobte den Einsatz von Innenminister Herrmann (CSU). Dessen Vorgänger Martin Zeil (FDP) habe einen Nutzen-Kosten-Faktor über Eins mit einer Unterführung der Gleise noch ausgeschlossen. Erst Herrmann habe das Eisenbahnkreuzungsgesetz herangezogen, nach dem der Nutzen trotz teurer Unterführung überwiegt, da auch der Straßenverkehr einen Vorteil hat. „Man muss an dieser Stelle mal einem CSU-Politiker ein Kompliment machen: Herrmann will die S 7-Verlängerung", sagte Beyer.

(tal)

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