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Jacky D. kämpft seit über einem Jahr gegen den Krebs.

Für die Zeit, die ihr noch bleibt

Krebskranke Jacky (26) bittet um Hilfe

Geretsried - Seit über einem Jahr kämpft Jacky D. gegen den Krebs. Jetzt geht es ihr schlechter als je zuvor - und sie braucht Hilfe.

Eine riesige Facebook-Gemeinde leidet und hofft mit Jacky D. Über 2100 „Likes“ hat die Geretsriederin für ihren Blog „Pinke Pusteblume“ bereits erhalten. Darin beschreibt die 26-Jährige ihren Kampf gegen den Krebs. Er begann im Juni 2015 mit der Diagnose triple negatives Mammakarzinom, eine besonders aggressive Form von Brustkrebs.

Unsere Zeitung berichtete im Rahmen der Weihnachtsaktion „Leser helfen helfen“ über das Schicksal der alleinerziehenden Mutter einer siebenjährigen Tochter. Zahlreiche Leser spendeten. Das Wolfratshauser Kino, Restaurants und Cafés schenkten Jacky Gutscheine, damit sie mit ihrer Tochter Leonie nach zwei anstrengenden Chemotherapien, zwei Operationen und anschließender Bestrahlung wieder ein paar schöne Stunden verbringen konnte. Dafür war die 26-Jährige unendlich dankbar.

Die Ärzte geben ihr noch Monate, vielleicht auch Jahre

Jetzt braucht Jacky erneut Hilfe. Denn es geht ihr schlechter als je zuvor. In drei ihrer Wirbel, in der Halswirbelsäule, der Hüfte, den Schultern und den Rippen haben sich Metastasen gebildet. Mit Bestrahlung wird zur Zeit versucht, ihr Wachstum zu stoppen und dadurch die Schmerzen zu verringern. Gleichzeitig läuft eine weitere Chemotherapie. Die Ärzte geben Jacky noch Monate, vielleicht auch Jahre.

Doch die Patientin selbst hat kein gutes Gefühl. Sie ist dabei, alles zu regeln, damit ihre Tochter nach ihrem Tod versorgt ist. Allein der Gedanke ist unvorstellbar. Die tapfere Jacky spricht ganz offen mit dem Kind über ihre Situation, nachzulesen auf ihrem Blog. Bevor die Krankheit sie noch mehr schwächt, möchten die beiden noch einige Dinge zusammen erleben. Und dafür braucht die Geretsriederin Unterstützung in Form von Spenden. „Es gibt ein paar Träume, die ich gerne verwirklichen würde“, sagt Jacky: an einen Sandstrand wie auf Postern reisen, nicht unbedingt auf die Malediven, aber vielleicht nach Portugal oder Spanien; einmal das Nordlicht sehen. Die Ausflüge in den Tierpark oder in den Märchenwald, zum Münchner Tollwood oder ins Benediktbeurer Alpenwarmbad sind im Moment die Lichtblicke zwischen Krankenhausterminen und Phasen des Kräftesammelns. Weil sie ihre Knochen schonen muss, schieben ihre Familie und Freunde Jacky im Rollstuhl. „Es fiel mir anfangs schwer, den Rollstuhl zu akzeptieren, weil ich ja noch laufen kann. Aber inzwischen bedeutet er eine große Erleichterung für mich“, sagt sie.

Wohnung mit Aufzug oder im Parterre gesucht

Ein zweites, dringendes Anliegen ist der Schwerkranken, eine Zwei- bis Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss oder mit Aufzug in Geretsried-Mitte oder -Süd zu finden. Die Treppen in ihrer jetzigen Sozialwohnung in Stein wird sie nicht mehr lange bewältigen. Die Baugenossenschaft und die Caritas-Wohnungslosenhilfe verfügen im Moment über nichts Passendes.

Trotz all der Sorgen, der oft unerträglichen Schmerzen und der Nebenwirkungen wie Übelkeit denkt Jacky immer noch an andere in der gleichen Lage. Sie will mit ihren Facebook-Einträgen Mut machen und aufklären. Als es ihr noch besser ging und die Hoffnung auf Heilung bestand, hat sie eine Selbsthilfegruppe für junge Erwachsene mit Krebs (ebenfalls unter diesem Namen auf Facebook zu finden) gegründet. Kinder, Angehörige und Freunde der Betroffenen sind dort willkommen. Ein erstes Treffen fand im Gemeindesaal der Petruskirche statt. Die Initiatorin würde sich freuen, wenn jemand die Gruppe weiterführen könnte.

Kontaktdaten

Wer in einem der drei Bereiche helfen kann, setzt sich am besten über die Facebook-Seite „Pinke Pusteblume“ mit Jacky in Verbindung. Man kann ihr auch eine E-Mail an jackydrappeldrey@googlemail.com schreiben oder sie unter 0 81 71/9 26 37 01 oder 01 74/2 30 98 45 anrufen.

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