Packen an: Max Roderer und Schwägerin Ingrid. Foto: sh

Einsatz mit Hacke und Laubkratzer

Wolfratshausen - „Es ist Herbst“, sagt Dietlind Diepen und zeigt auf das herabgefallene Laub. Mit sieben Helfern ist sie wieder einmal im Japanischen Garten, um Struktur in das Kleinod zu bringen.

Es ist ein eingespieltes Team, das mit Gartenschere, Laubkratzer, Hacke sowie Händen zupackt. Was die Helfer antreibt, eint sie auch - nämlich der Wunsch, die grüne Oase, die Bürger der japanischen Patenstadt Iruma im Jahr 2003 Wolfratshausen zu seinem 1000. Stadtjubiläum geschenkt haben, zu ehren, zu pflegen und damit ihre Wertschätzung auszudrücken. „Die Pflege dieses Gartens ist eine Verpflichtung“, betont Diepen. Sie leitet den Garten-Arbeitskreis des Vereins zur Förderung der Partnerschaft zwischen Iruma und Wolfratshausen und lädt regelmäßig zum Unkrautjäten ein.

Bei jedem Wetter dabei ist Ingrid Roderer. Sie ist kein Vereinsmitglied, „zum Wohle der Stadt“ greift sie aber immer wieder gern zum Laubkratzer. „Außerdem macht es Spaß, sonst würde ich es nicht machen“, sagt sie.

Diepen kniet derweil im Gras und erneuert den Draht an dem kleinen Zaun, der Hunde davon abhalten soll, in den Garten zu laufen. Vor kurzem ist er zerstört worden. Viel schlimmer als das und auch schlimmer als der von Hundehaltern nicht eingetütete Kot sei ohnehin der aggressive Urin der Vierbeiner, die sich am Rand des Gartens entleeren. „Die Stechpalmen dort sind von den Hunden tot gepinkelt worden“, sagt Diepen. Sie hat bereits versucht, an die Vernunft der Halter zu appellieren. Damit hat sie sich allerdings nicht gerade beliebt gemacht. (njd)

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