Ein-Stein schlägt ein

- Jugendtreff-Leiter zieht Bilanz - Derzeit 70 Besucher am Tag

"Am Anfang war ich wegen der offenen Architektur des Hauses etwas skeptisch", räumt der Jugendtreff-Leiter ein. "Aber das zeigt der Nachbarschaft, was wir hier tun." Für Mühlhans mit ein Grund, dass die Umgebung gut mit der Einrichtung leben kann: "Ich habe bisher nur positive Rückmeldungen bekommen." Geöffnet sei das Haus an vier Wochentagen insgesamt 21 Stunden. "Mehr können wir personell nicht leisten", bedauert der Sozialpädagoge. Ein eigenverantwortlicher Betrieb durch die Jugendlichen an Sonntagen sei in der Diskussion. Seit 1. März verstärkt zudem die Erzieherin Christine Soller als Jahrespraktikantin das Team Rudi Mühlhans/Irina Pfafenrod. Um diese Stelle zu sichern, hoffen sie auf Spenden.<P>An Angeboten mangelte es bisher jedenfalls nicht: Neben einem "Mädchenaktionstag" und sportlichen Wettkämpfen gestalteten zehn Jugendliche die künftige Internetpräsenz des Treffs (www.jugendtreff-1stein.de). Mit Anziehungspunkten wie Kicker, Billard und Videospielen spricht das Ein-Stein laut Mühlhans ein "breites Altersspektrum von acht bis 24 Jahren" an. Knapp 75 Prozent der Kinder und Jugendlichen seien außerhalb Deutschlands geboren, vor allem unter den über 18-Jährigen dominierten gebürtige Russen und Kasachen. Konflikte? "Keine ernsthaften", versicherte der Sozialpädagoge. Mit dem wärmeren Wetter sei zudem "ein wenig Ruhe" eingekehrt - der Besucherandrang reduzierte sich von 90 auf 70 Kinder und Jugendliche täglich.<P>Für die Zukunft hat Mühlhans einiges vor: In Eigenleistung soll an der Südseite des Hauses eine Veranda entstehen. Außerdem will er mit den Jugendlichen einen Basketball-Korb aufstellen, das Volleyball-Feld herrichten und einen kleinen Fußballplatz anlegen. Nächsten Monat entscheidet der Stadtrat über den Bau von sechs Parkplätzen und einer Rollstuhl-Rampe. Am 15. Mai beteiligt sich das Ein-Stein zusammen mit dem Internationalen Bund am Lernfest in Benediktbeuern. Beim Stadtteilfest am 19. Juni wollen alle beweisen, "wie viel Leben im Stadtteil Stein steckt".<P>

Auch interessant

Kommentare