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Neuer Verteidiger für die River Rats: Ondrej Stava (li., gegen Stefan Englbrecht) war bereits mit dem EC Bad Kissingen zu Gast im Heinz-Schneider-Eisstadion. Der 23-jährige Tscheche läuft ab Freitag für den ESC auf. 

Eishockey

Acht Klubs kämpfen um drei Tickets

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Den River Rats Geretsried steht eine harte Bayernliga-Qualifikation bevor, denn sie müssen sich gegen zwei Liga-Konkurrenten und fünf Landesligisten behaupten.  Für die Defensive hat sich der ESC mit dem tschechischen Verteidiger Ondrej Stava verstärkt.

Geretsried – Am Ende waren es doch satte zehn Punkte, die dem Geretsrieder Eishockeyteam für den Einzug in die Verzahnungsrunde mit der Oberliga gefehlt haben. „40 Zähler könnten reichen“, hatte ESC-Trainer Ludwig Andrä noch vor ein paar Wochen vermutet. Doch die Konkurrenz aus Peißenberg, Klostersee, Königsbrunn und Miesbach leistete sich keinen Durchhänger und hängte die River Rats schließlich auf Platz zehn ab. „Wir haben in der ersten Phase der Saison zu viele Punkte verschenkt, als wir in einigen Partien nach dem zweiten Drittel geführt, aber dann verloren haben“, stellte der Coach fest.

Die Abstiegsrunde, die am Freitag, 11. Januar, beginnt und bis zum Sonntag, 3. März, dauert, wird kein Zuckerschlecken. In der Gruppe C treffen die River Rats in Hin- und Rückspiel auf die Bayernliga-Konkurrenten EA Schongau und ESC Dorfen. Aus der Landesliga Süd kommen alte Bekannte wie der ESC Kempten (Zweiter hinter dem ESV Burgau) und der ESV Buchloe (4.) dazu. Schwer einzuschätzen ist die Stärke der drei Nord-Landesligisten. Der ERSC Amberg mit dem tschechischen Abwehrroutinier Vaclav Benak und dem Deutsch-Kanadier Dan Heilman hat sich mit knappem Vorsprung den Vorrunden-Titel geholt. Der ESC Haßfurt verweigert sich offenbar auch in der Verzahnungsrunde der freiwilligen Selbstbeschränkung fast aller Klubs und will mit vier Kontigentspielern auflaufen. Und der ESV Vilshofen um seinen Spielertrainer Vladimir Gomow hat ebenfalls Aufstiegs-Ambitionen. Auch in dieser Qualifikationsrunde wird es bis zum Ende ein Hauen und Stechen geben, denn von den acht Vereinen bekommen nur die ersten Drei ein Ticket für die Bayernliga-Saison 2019/20.

Von einer „Hammer-Gruppe“ spricht deshalb Ludwig Andrä, auch wenn sich die Kontrahenten schwer einschätzen ließen. „Ich sehe da momentan keinen Favoriten“, so der ESC-Coach. Seine Vorgabe ist jedoch eindeutig: „Das sind für uns 14 Endspiele. Da dürfen wir in keiner Partie einen Punkt liegen lassen, wenn wir in der Bayernliga bleiben wollen.“

Ausgerechnet im letzten Match in Königsbrunn hat es zwei wichtige ESC-Akteure erwischt. Verteidiger Bernhard Jorde hat sich vermutlich eine Prellung am Knie zugezogen, schlimmer verletzt hat sich Benedikt May. „Er muss morgen wegen seines Knies zur Kernspin-Untersuchung. Keine Ahnung, was da rauskommt“, so Andrä. „Das wäre ganz bitter, wenn Bene ausfallen würde.“

Der Trainer ist deshalb nicht gerade unglücklich darüber, dass der Klub doch noch einen ersehnten Verteidiger verpflichtet hat: Der 23-jährige Tscheche Ondrej Stava soll an diesem Dienstag in Geretsried eintreffen und wird die zweite Kontingentstelle neben Ondrej Horvath besetzen. Letzterer hatte auch den Kontakt zu dem Landsmann hergestellt, mit dem er im Nachwuchs bei Orli Znojmo zusammengespielt hat. Stava war anschließend in der 2. Liga beim HC Moravkse Budejovice und Draci Sumperk aktiv und absolvierte heuer elf Partien für Bayernliga-Konkurrent Bad Kissingen (vier Tore, elf Vorlagen, 20 Strafminuten). Weil er beim Aufsteiger als überzähliger Ausländer zu wenig Eiszeit bekam, kehrte der Verteidiger in seine Heimat zurück. Bereits im Dezember gab es einen Kontakt zum ESC, doch der Transfer kam erst jetzt zustande. „Ich gehe davon aus, dass er eine Verstärkung für uns ist“, sagt Andrä. „Die Bad Kissinger haben ja nur gute Leute verpflichtet.“ Natürlich müsse der neue Mann erst ins Team integriert werden, „aber ich bin mir sicher, dass er mehr Stabilität in unsere Defensive bringen wird“.

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