Seit gestern online: Die Internetseite des Denkmalschutzes Bayern – mit Wolfratshausens altem Krankenhaus.

„Emotionaler Häuserkampf“

Wolfratshausen - Seit gestern ist die Internetseite des Denkmalnetzes Bayern freigeschaltet. Offiziell präsentiert wurde sie in der Littig-Villa in Wolfratshausen.

„Wir erhoffen uns von dem Bündnis rechtlichen Rat und vor allem moralische Unterstützung auf diesem verminten, schwierigen Terrain des emotionalen Häuserkampfes“, sagte Sybille Krafft, Vorsitzende des Historischen Vereins Wolfratshausen, der schon bei der Gründung des Denkmalnetzes dabei war. Die hatte im Januar dieses Jahres in Tutzing stattgefunden. Mittlerweile gehören insgesamt 90 Initiativen und 60 Einzelpersonen dem Bündnis an. Konzipiert ist es als lockerer Zusammenschluss, nicht als Verein. Mitgliedsbeiträge gibt es nicht.

Krafft erhofft sich von dem Schutzbündnis und seiner Internetseite mehr Öffentlichkeit für den Denkmalschutz und die damit verbundenen, meist lokal begrenzten Kämpfe. Ursula Scriba regte in diesem Zusammenhang an, eine digitale Solidaritätsliste einzurichten, auf der man für den Erhalt historischer Bauten quasi unterschreiben könne. Der Ostuferschutzverband, dessen Vorsitzende Scriba ist, zählt ebenfalls zu den Bündnismitgliedern.

Als „Herzstück“ der Internetseite bezeichnete Stephanie Heyl vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege die Bereiche „präsentiert“ und „kommuniziert“. Hier können gerettete, gefährdete und bereits für immer verlorene Denkmäler eingetragen werden. Wer sich hier reinklickt, findet in der Kategorie „gerettet“ den Kolpingplatz in Waldram und unter „gefährdet“ das alte Krankenhaus an der Sauerlacher Straße in Wolfratshausen. Auch zahlreiche Initiativen sind mit ihren jeweiligen Ansprechpartnern und Kontaktdaten aufgelistet.

(njd)

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