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Die „Familienpaten“ haben sich in Eurasburg binnen kurzer Zeit fast unentbehrlich gemacht. Der Gemeinderat will das Projekt nun weiter fördern. 

Hilfe, wenn Not am Mann ist

Gemeinderat beschließt Förderung: Familienpaten sind in Eurasburg unentbehrlich

Die „Familienpaten“ haben sich in Eurasburg binnen kurzer Zeit fast unentbehrlich gemacht. Der Gemeinderat will das Projekt nun weiter fördern. 

Eurasburg – Sie helfen, wenn in einer Familie plötzlich Not am Mann ist. Sie springen ein, wenn die Mutter erkrankt ist und sich nicht wie gewohnt um die Kinder kümmern kann, unterstützen Eltern und andere Erziehungsberichtigte zum Beispiel bei schulischen Problemen der Kinder und anderen Sorgen und Problemen. Die „Familienpaten“ haben sich binnen kurzer Zeit fast unentbehrlich gemacht. Seit November vorigen Jahres beteiligen sich neben Wolfratshausen die Gemeinden Münsing, Icking, Egling und Eurasburg an dem Pilotprojekt, das zunächst auf zwei Jahre ausgerichtet war. Am 1. Februar 2019 würde die Laufzeit enden. In Eurasburg sprach sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig dafür aus, das Projekt „als festen Baustein der Familienförderung weiterzuführen“.

„Die Familienpaten sind eine niederschwellige Hilfsmöglichkeit, sie können anbahnende Probleme frühzeitig abfangen“, sagte Gemeinderat Klaus Koch. Auch Maria Urban befürwortete das Projekt ausdrücklich. „Wir haben auch in unserer Gemeinde ein paar Fälle“, berichtete die Familienbeauftragte.

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Derzeit engagieren sich in der Gemeinde drei ausgebildete Familienpatinnen, die auch in den Nachbargemeinden tätig sind. „Manchen Betroffenen ist es lieber, wenn der Helfer nicht aus dem gleichen Ort kommt. Dann arbeiten Münsinger Paten mal in Eurasburg und umgehrt“, so Urban.

Die Fortführung ist jedoch mit höheren Kosten verbunden. In den ersten zwei Jahren belief sich die Beteiligung der Gemeinde auf 2900 Euro beziehungsweise 2700 Euro pro Jahr. 2019 schlägt das Projekt mit 3825 Euro zu Buche, ab 2020 voraussichtlich mit 5500 Euro. Aber das ist es wert. Mit 15:0 Stimmen beschloss der Gemeinderat, das Projekt für zunächst maximal fünf Jahre fortzuführen. Damit signalisiere man: „Wir haben dazu eine absolut positive Einstellung, aber wir müssen auch auf die Kosten schauen“, sagte Bürgermeister Moritz Sappl. rst

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