Die alte Eisenbahnbrücke in Lengenwies, Teil des Radwegs von Eurasburg nach Penzberg, soll im kommenden Frühjahr durch eine moderne Stahlfachwerkkonstruktion ersetzt werden.
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Ihre Tage sind gezählt: Die alte Eisenbahnbrücke in Lengenwies, Teil des Radwegs von Eurasburg nach Penzberg, soll im kommenden Frühjahr durch eine moderne Stahlfachwerkkonstruktion ersetzt werden.

Maßnahme kostet zwei Millionen Euro

Alte Eisenbahnbrücke in Lengenwies wird abgerissen

  • vonRudi Stallein
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Durch eine moderne Stahfachwerkkonstruktion soll die altre Eisenbahnbrücke in Lengenwies ersetzt werden.

Eurasburg – Seit Jahren wird sie quasi angezählt, die alte Eisenbahnbrücke in Lengenwies. Nun ist ihr Ende abzusehen. Das darf man aus dem Bericht zum Stand der Hochwasserschutzmaßnahmen am Habichtgraben schließen, den Bürgermeister Moritz Sappl in der jüngsten Gemeinderatssitzung verkündete. „Die Ausschreibung für die Bauarbeiten an der Brücke erfolgt noch in diesem Jahr, sodass die Baumaßnahme im Januar 2021 vergeben werden kann“, so der Rathauschef. Sobald es die Witterung zulasse, könne im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden.

Im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen am Habichtgraben ist es erforderlich, den Bachlauf im Bereich der Brückendurchfahrt zu verbreitern. Deshalb soll wie mehrfach berichtet das alte massive Bauwerk durch eine neue Geh- und Radwegbrücke aus leichtem Stahlfachwerk ersetzt werden. Einen anderen Vorschlag des für die Arbeiten am Habichtgraben zuständigen Wasserwirtschaftsamts Weilheim hatte der Gemeinderat schon vor ein paar Jahren abgelehnt: Zuerst war daran gedacht worden, den über die Brücke verlaufenden Fuß- und Radweg zwischen Eurasburg und Beuerberg abzusenken, ebenerdig über den Bach zu führen und am Hang auf der anderen Seite wieder nach oben.

Nicht nur die Arbeiten am Bach gehen voran, auch die Kosten bewegen sich – und wie meist bei solchen Projekten nach oben. Insgesamt beläuft sich das Vorhaben nach derzeitigen Schätzungen auf 2,07 Millionen Euro. Auf die Gemeinde entfallen davon etwa 483 000 Euro. Das sind rund 80 000 Euro mehr als bei der letzten Kostenrechnung im März dieses Jahres. Damals hatte der Gemeinderat der Vereinbarung mit dem Freistaat Bayern zugestimmt. Hinzu kommen geschätzt 56 000 Euro für zwei Privatbrücken, die ebenfalls von der Gemeinde zu zahlen sind.  

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