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Einen Brand wie diesen hatte die Herrnhausener Feuerwehr im Jahr 2017 nicht zu löschen. Kommandant Sebastian Bauer-Wohlfahrter sprach in der Hauptversammlung von einem ruhigen Jahr. 

Freiwillige Feuerwehr Herrnhausen 

Baumeister in eigener Sache

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Auf ein ruhiges erstes Jahr als Kommandant blickte Sebastian Bauer-Wohlfahrter bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Herrnhausen zurück.

Herrnhausen Lediglich fünf Mal rückten die Floriansjünger aus – einen Brand gab es dabei jedoch Gottseidank nicht zu löschen. „Das waren keine Großeinsätze, alles nur technische Hilfeleistungen“, erklärt der 27-jährige Kommandant. Zwei Mal musste nach Stürmen ein Baum von der Straße entfernt werden. Einmal wurden die Feuerwehrler gerufen, um eine Wohnung zu öffnen. Und das obligatorische „Katze vom Baum holen“ fehlte ebenfalls nicht auf der Einsatzliste. „Das war in fünf Minuten abgearbeitet“, so Bauer-Wohlfahrter. „Etwas schwierig“, weil man durch die Enge des Raumes unter erschwerten Bedingungen habe arbeiten müssen, gestaltete sich die Entfernung eines Wespennestes aus einem Dachstuhl. Der Einsatz habe sie zeitlich am längsten beansprucht. Die mangels Einsätzen freigewordene Zeit investierten der Kommandant und seine Kameraden in den Ausbau des Feuerwehrhauses. Mit „circa 2500 Stunden“ beziffert der 27-Jährige die bisherige Eigenleistung beim Bau der neuen Werkstatt und eines Lagerraums. „Dafür waren wir jeden Samstag abwechselnd im Einsatz. Das war tolles Teamwork, das vom vergangene Jahr am meisten in Erinnerung bleibt“, freut sich Bauer. Bis voraussichtlich Mitte Februar sollen die restlichen Arbeiten – es müssen noch Fliesen gelegt, Elektroinstallationen angebracht und die Spinde eingebaut werden – erledigt sein und der Anbau im Ortzentrum von Herrnhausen eingeweiht werden. Insgesamt seien die Stimmung und das Engagement in 2017 sehr gut gewesen, zeigt sich Bauer-Wohlfahrter erfreut, dass ihm seine Kameraden den Einstand leicht gemacht haben. Auch die Teilnahme an den Übungsabenden, derer zwölf stehen regulär jedes Jahr im Terminkalender der Herrnhauser Feuerwehr, sei erfreulich hoch gewesen. Die Kaderstärke liegt unverändert bei 41 Aktiven, allesamt männlich, im Alter zwischen 14 und „circa“ 60 Jahren. Neuaufnahmen gab es im zurückliegenden Jahr so wenige, wie Ehrungen auf der Jahreshauptversammlung, nämlich keine. Dennoch durfte der Kommandant einen Geschenkkorb überreichen: Mit Wurst, Wein und Pralinen aus dem Loisachtaler Bauernladen verabschiedete Bauer-Wohlfahrter seinen Vorgänger Josef Ertl. „Aber nur als Kommandant“, fügte der Nachfolger rasch hinzu. „Als aktives Mitglied bleibt der Sepp uns weiter erhalten.“ 

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