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In mühevoller Handarbeit hergestellt wurden die Kleider für die Fronleichnamsprozession.

Kultur

Heimat „riechen, fühlen, schmecken“ - Neue Ausstellung im Kloster Beuerberg

  • VonRudi Stallein
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Workshops, kreative Kurse und Spaziergänge: Unter dem Titel „Heimat – Gesucht. Geliebt. Verloren.“ eröffnet am 1. Mai im Kloster Beuerberg eine neue Ausstellung.

BeuerbergMit dem Thema der aktuellen Ausstellung, die am Mittwoch, 1. Mai, im Kloster Beuerberg eröffnet wird, liegen die verantwortlichen Organisatoren des Diösesanmuseums Freising voll im Trend: „Heimat – Gesucht. Geliebt. Verloren.“ Das Besondere an der neuen Schau ist, dass sie sich nicht aus dem spirituellen und materiellen Fundus des Klosters allein speist, sondern das gesamte Dorf Anregungen und Inspirationen lieferte.

Johanna Eder Kunstvermittlerin

Das spiegelt sich auch in den begleitenden Veranstaltungen wieder. So kann sich der Besucher nicht nur bei einem Rundgang anhand zahlreicher Exponate und mittels interaktiver Stationen durch die spannende Geschichte des Heimatbegriffs bewegen, sondern Heimat „riechen, fühlen, schmecken“, wie Kunstvermittlerin Johanna Eder am Montag in einem Pressegespräch erläuterte. Bei speziellen Themenspaziergängen wird nicht nur der Klostergarten erkundet, sondern auch der geschichtsträchtigen Ort auf neuen Wegen erwandert.

Schauriges aus der Umgebung Beuerbergs

Allerhand Schauriges aus der Umgebung Beuerbergs berichtet die Kunsthistorikerin Anna-Laura de la LIglesia y Nikolaus beim Spaziergang „Kloster, Kriege, Katastrophen“. Bei einem anderen Rundgang durchs Dorf steht „Fassadenmalerei rund um das Kloster“ im Blickpunkt, dann wieder steht eine „Spurensuche durch die Kulturlandschaft rund um Beuerberg“ auf dem Programm. Zudem locken interessante Sonderführungen, beispielsweise „Pop-Up-Führungen“ speziell für Schülerinnen und Schüler. Am „Sehbehinderten-Tag“ bietet Johanna Eder Sonderführungen für Gruppen/Menschen mit besonderen Bedürfnissen an. „Dabei lässt sich Heimat begreifen und sehr sinnlich erleben, aber nicht mit den Augen“, sagt die Kunstvermittlerin.

Um 1900: Die Blaskapelle Beuerberg.

Ein Schwerpunkt liegt auf den Angeboten für Kinder und Jugendliche. Sie können beispielsweise in den Schulferien ein „Heimatministerium“ bilden und ihre eigene Heimat und Umgebung mittels eines fünftägigen Planspiels erkunden und die Frage beantworten: „Was ist das überhaupt – Heimat?“ Und welche Aufgaben sollte ein Heimatministerium haben? Und wie würdet ihr ein solches Ministerium gestalten? Jeder Teilnehmer hat seine Rolle, immer wieder sorgen spannende Zwischenfälle für unerwartete Wendungen.

Knödelpralinen und Kinderlikör

Die Heimat auf der Zunge zergehen lassen können sich die Teilnehmer verschiedener kulinarischer Workshops. „Über vertraute Geschmäcker erfahren wir Geborgenheit, Zugehörigkeit und Zuhause ganz unmittelbar“, stellt Eder im Pressegespräch im Kloster Beuerberg den Zusammenhang zwischen Heimat und Essen und Trinken her. Kinder können in der „Beuerberger Sirupwerkstatt“ mit selbst geernteten Blüten und Kräuter aus dem Klostergarten ihren Kinderlikör herstellen, währen die Erwachsenen in der „Beuerberger Likörküche“ dem berühmten Klosterlikör nachschmecken.

Gespannt sein darf man auf die „Knödelpralinen“, die mit der Künstlerin Gülcan Turna hergestellt werden. Ein geschmacksintensives Event wird das „Mitbring-Picknick für Groß und Klein im Klostergarten“.

rst

Das komplette Veranstaltungsprogramm ist erhältlich im Kloster Beuerberg, weitere Informationen gibt’s im Internet unter der Adresse www.dimu-freising.de.

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