Neuer Monitor Schießanlage der GSK Beuerberg-Herrnhausen
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Voll auf der Höhe der Zeit: Die neue Schießanlage an der Loisach ist nicht nur digital, sondern zeigt die Ergebnisse auch auf einem großen Monitor im Überblick.

„Die Kompanie lebt noch“

Tag der offenen Tür: Gebirgsschützen präsentieren ihr generalsaniertes Heim

  • Volker Ufertinger
    VonVolker Ufertinger
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Die GSK Beuerberg-Herrnhausen hat in der Corona-Zeit ihr Schützenheim generalsaniert. Beim Tag der offenen Tür am Samstag kann es die Bevölkerung inspizieren.

Beuerberg – Mit Blick auf den kommenden Samstag, 4. September, sagt Alois Schwaiger, Vorstand der Gebirgsschützenkompanie Beuerberg-Herrnhausen: „Wir wollen ein Ausrufezeichen setzen.“ An diesem Tag laden die Gebirgsschützen und ihre 363 Mitglieder die Bevölkerung zu einem „Tag der offenen Tür“ ins Schützenheim, das in der Corona-Zeit generalsaniert worden ist. Es wurden nicht nur die Räumlichkeiten verändert, sondern auch die Schießstände komplett auf digital umgestellt.

„Ab 15 Uhr ist jeder eingeladen, selbst einen Blick in das neue Schützenheim zu werfen und sich selbst am Schießstand zu versuchen“, sagt Schwaiger. Auch die Schützen selbst sind froh, wieder in die Saison starten zu können. Denn: Von März 2020 bis in den vergangenen Juni ruhte der Betrieb. Und der Patronatstag Anfang Mai fiel auch viel kleiner aus als eigentlich gedacht.

Schwaiger nimmt den großen Tag zum Anlass, ein wenig in die Geschichte zu blicken. Der Schießbetrieb begann im Jahre 1926 im Gasthaus zur Mühle, zuerst in der Gaststube mit zwei Ständen, dann im „Eiskeller“ und schließlich im Saal mit neun Ständen. Im April 1991 entschied der Vereinsausschuss, das neben der Gaststätte stehende, einsturzgefährdete Mühlengebäude zu sanieren, um es für die Zwecke der Schützen tauglich zu machen. „Was vielen als unmöglich erschien, wurde mit etwa 4000 Stunden in Eigenleistung bewältigt“, so Schwaiger. 1992 gingen 13 Stände mit Seilzug in Betrieb.

Alois Schwaiger, Vorstand der Gebirgsschützenkompanie Beuerberg-Herrnhausen.

Nun sind auch diese in Jahre gekommen, und die Gebirgsschützen trugen sich schon lange mit dem Wunsch, ihr Heim zu renovieren, zu modernisieren und den Sicherheitsstandards anzupassen. Dazu bot die Corona-Pause die Gelegenheit. Das in nur vier Monaten umgesetzte Ergebnis kann sich absolut sehen lassen: Es gibt jetzt einen weiteren (bislang nicht genutzten) Raum für sämtliche Utensilien. Und: Die 13 elektronischen Schießstände sind voll auf der Höhe der Technik.

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Das bedeutet konkret: Ein großer Monitor zeigt im Schießbetrieb alle Stände zeitgleich in der Übersicht. Jeder Stand verfügt nun über ein Terminal, das der Schütze individuell bedient. „Die automatischen Auswertungen erleichtern den gesamten Schießbetrieb erheblich“, freut sich Schwaiger. Übrigens profitieren von den Neuerungen nicht nur die Gebirgsschützen selbst, sondern auch die Schützenvereine „Beuerberg Stamm“ sowie „Loisachstrand Achmühle“, die ebenfalls im neuen GSK-Heim ihrer Leidenschaft frönen. Überhaupt ist an der Loisach ein neues Zentrum für die Schützen entstanden.

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Alois Schwaiger hofft nun, dass die „Durststrecke allmählich ein Ende hat“. Schon am 5. September rücken die Gebirgsschützen nach über eineinhalb Jahren wieder aus, um bei ihrem Patenverein, der Anlaß-Schützenkompanie Benediktbeuern-Ried, an einem Schützenjahrtag im Loisachgau teilzunehmen. Für den 19. September ist die Jochbergmesse geplant. Auch auf 2022 richtet sich schon der Blick, wenn anlässlich von 100 Jahren Schützengau Wolfratshausen das Gauschießen in Beuerberg sowie die Schützenwallfahrt ansteht. Nicht zuletzt freut sich Schwaiger auf das geschlossene Ausrücken mit Spielmannszug und Musikkapelle zu kirchlichen Veranstaltungen im Ort und auswärts – etwa dem Patronatstag in Aschau im kommenden Jahr. „Wir können uns schon sehen lassen“, sagt er mit einem gewissen Stolz. „Die Kompanie lebt noch.“

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