Plakat mit Absage der Beuerberger Festwoche
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Abgesagt: Die Beuerberger Festwoche mit dem Patronatstag der Gebirgsschützen muss ausfallen.

Pech für den Loisachgau

Beuerberger Gebirgsschützen sagen Patronatstag ab

  • vonRudi Stallein
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Die Gebirgsschützenkompanie Beuerberg-Herrnhausen hatte viel vor für den Patronatstag. Doch Corona macht einen Strich durch die Rechnung.

Beuerberg – Es sollte ein riesiges Event werden – mit Oldtimertreffen, Kabarettabend und „Rüscherl Night“, mit klangvollem Musikkapellentreffen und dem 70. Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützen als festlichem Höhepunkt. Aber wie so viele Veranstaltungen macht die Pandemie auch die Beuerberger Festwoche zunichte.

„Der Loisachgau hat dieses Mal Pech“, merkt Alois Schwaiger, Vorstand der Gebirgsschützenkompanie Beuerberg-Herrnhausen an und erinnert an die ebenfalls unter einem schlechten Stern stehenden Veranstaltungen in den vergangenen zwei Jahren. 2019 in Benediktbeuern musste wetterbedingt der Gottesdienst ins Festzelt verlegt und der anschließende Festzug gestrichen werden. Im vorigen Jahr sagten die Veranstalter in Königsdorf den Festtag zu Ehren der Patrona Bavariae coronabedingt ab. „Corona ist das K. o.-System für alles“, sagt Schwaiger. „Aber ich sehe es inzwischen entspannt. Man kann kein Bierzelt aufstellen, es kann niemand proben – und dass schon seit Monaten. Unter diesen Bedingungen macht es keinen Sinn.“

„Der Patronatstag lockt bei schönem Wetter 10 000 bis 15 000 Zuschauer an“, erläutert Bürgermeister Moritz Sappl. Da sei bei einem Treffen der Organisatoren schnell klar gewesen: „In der gewohnten Weise ist das heuer nicht möglich.“ Neben den Gebirgsschützen wären der Burschenverein und die Feuerwehr sowie die Musikkapelle Beuerberg beteiligt gewesen, die am Ende der Festwoche ihr 175-jähriges Bestehen feiern wollte.

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Eine Verschiebung in den Herbst sei keine Option gewesen. Das Fest der Patrona Bavariae ist ein fixer Termin, immer am ersten Sonntag im Mai. „So traurig es ist“, sagt der Bürgermeister. „Aber da muss der Festausschuss auch die Kosten im Auge behalten, die bei einer späteren Absage entstehen würden.“ Er habe die Hoffnung, dass man einen würdigen Gottesdienst in angemessenem Rahmen veranstalten kann, sagt GSK-Vorstand Schwaiger. Und wenn erst mal „ein bisschen Gras drüber gewachsen“ sei, werde man sich vielleicht wieder für den Patronatstag, der bereits 1984 und 2002 in Beuerberg stattgefunden hat, bewerben. „Es hilft ja nichts“, so der GSK-Vorstand. „Wir müssen nach vorne schauen.“

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