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Stabwechsel: Kommandant Wolfgang Leicht (Mi.), sein Stellvertreter Othmar Winterling, jun. (li.) und Bürgermeister Moritz Sappl, scheidender Kommandant. 

165 Einsätze im vergangenen Jahr 

Beuerberger Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun

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Auch wegen der Nähe zur Autobahn war die Beuerberger Feuerwehr im vergangenen Jahr wieder stark gefordert. Das wurde in der Jahresversammlung deutlich. Und einen neuen Kommandanten gibt es auch. 

Beuerberg Ein neues Duo steht an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Beuerberg. Der bisherige Stellvertreter Wolfgang Leicht wurde in der Jahresversammlung zum Nachfolger von Moritz Sappl gewählt, neuer Stellvertreter ist Othmar Winterling jun. Was die beiden in ihren neuen Positionen erwartet, verdeutlichte der Jahresbericht von Moritz Sappl, der als Bürgermeister auch Dienstherr für die drei Gemeindefeuerwehren in Beuerberg, Eurasburg und Herrnhausen ist.

165 Mal wurde die Beuerberger Wehr 2018 alarmiert, das waren 13 Einsätze mehr als im Jahr zuvor. Damit rangiert Beuerberg im Landkreisvergleich hinter den drei Städten und Egling an fünfter Stelle von insgesamt 58 Feuerwehren. Die Kernaufgabe, nämlich Brandeinsätze, steht dabei elf Mal auf der Liste. 47 technische Hilfeleistungen, vier Sicherheitswachen, 98 First-Responder-Einsätze und elf „sonstige Tätigkeiten“ komplettieren die Einsatzliste.

Die Einsätze deckten ein breites Spektrum ab. Ein Verkehrsunfall nach einer Geisterfahrt und ein Verkehrsunfall, bei dem eine eingeklemmte Person befreit werden musste, zählten ebenso dazu wie ein Zimmerbrand, ein brennender Pkw, umgestürzte Bäume, Ölspuren, die beseitigt werden mussten, oder die Sperrung der A95 nach einem Verkehrsunfall. Insgesamt 32 Einsätze spielten sich auf der Autobahn ab, was für die Einsatzkräfte meist auch eine starke psychische Belastung mit sich bringt.

Nach dem Katastrophenfall: Retter kehren an den Arbeitsplatz zurück

„Spielt man die Zahlen weiter, ist jeden zweiten Tag ein Einsatz“, rechnete Sappl vor. 31 Mal mussten die Feuerwehrmänner an Sonn- und Feiertagen ausrücken. Die weiteren 134 Einsätze fanden an Werktagen statt, 66 in der Nacht und 68 untertags zwischen 7 und 18 Uhr. „Das bedeutet: 44 Prozent der Einsatztätigkeit findet während der regulären Arbeitszeit statt“, betonte der scheidende Kommandant. „Herzlichen Dank dafür an die Kameraden und Arbeitgeber, die dies ermöglichen.“

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15 Feuerwehrmitglieder stünden aktuell für die Tagesalarmbereitschaft zur Verfügung. „Gerade werktägig tagsüber ist dies ein äußerst wertvoller Dienst“, betonte Sappl und appellierte an seine Kameraden: „Bitte sprecht diese Thematik in Eurem Umfeld und Eurer Nachbarschaft an, vielleicht findet so der eine oder andere noch den Weg zur Feuerwehr.“ Derzeit verfügt die Beuerberger Wehr über 69 Aktive über 18 Jahre. Hinzu kommt die aus acht Mitgliedern bestehende Jugendgruppe (14 bis 17 Jahre). Zufrieden zeigte sich Sappl mit der regen Teilnahme an Ausbildungen und Veranstaltungen sowie den zwei Schulungen und zwölf Übungen, die 2018 im Ausbildungsplan standen.

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„Wir gehen im Beruf einer anderen Tätigkeit nach und stehen bei Ertönen der Sirene oder des Funkweckers innerhalb weniger Minuten in den Einsatzstiefeln, um in Not geratene Menschen, Tiere oder Hab und Gut zu retten, löschen, bergen oder zu schützen“, hob Sappl in seinem letzten Kommandantenbericht hervor. Sein Wunsch, bevor er sich von seinem Posten zurückzog: „Mögen wir auch weiterhin alles daran setzen, unsere stete Einsatzbereitschaft zu jeder Tages- und Nachtzeit für unsere Mitbürger sicherzustellen.“  

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