+
Ehrungen (hinten v. li.): Alois Puffer, Peter Melf, Johann Urban jun., Michael Sterzik, Peter Winterling (neue r Vorstand) und Paul Wenus sowie (vorne v.  li.) Johannes Bauer, Michel Aufleger, Maria-Christine Leicht und Othmar Winterling jun. 

Jahresversammlung

Beuerberger Feuerwehr kann „erhobenen Hauptes durchs Dorf“

  • schließen

Die Beuerberger Feuerwehr rückte vergangenes Jahr 152 Mal aus. In der Jahresversammlung wurde Peter Winterling als Nachfolger von Vorstand Alois Puffer gewählt.

Beuerberg Ein gewaltiges Arbeitspensum hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Beuerberg im vergangenen Jahr. 152 Alarmierungen, 20 mehr als im Vorjahr, hielten das Team um Kommandant Moritz Sappl mächtig auf Trapp. Von 58 Feuerwehren im Landkreis liegen die Beuerberger damit in der Jahresbilanz gleich nach den Städten Bad Tölz, Geretsried und Wolfratshausen sowie Egling an fünfter Stelle.

„Ihr könnt wirklich erhobenen Hauptes durchs Dorf gehen. Ihr nehmt der Gemeinschaft ein Stück dessen ab, was gemacht werden muss“, lobte Dritter Landrat Klaus Koch in der Jahresversammlung. Den Wert des ehrenamtlichen Einsatzes hob auch Moritz Sappl in seiner Doppelfunktion als Feuerwehrkommandant und Bürgermeister hervor: „Wir gehen im Beruf einer anderen Tätigkeit nach und stehen bei Ertönen der Sirene oder des Funkweckers innerhalb weniger Minuten in den Einsatzstiefeln, um in Not geratenen Menschen und Tieren zu helfen oder Hab und Gut zu retten“, sagte Sappl und dankte für den „nicht immer einfachen und oftmals auch gefährlichen Einsatzdienst“.

Sieben Brände bei 152 Einsätzen

Bei den 152 Einsätzen waren die Beuerberger Floriansjünger sieben Mal mit Bränden konfrontiert. 47 Einsätze fielen unter die Rubrik Technische Hilfeleistungen – die reichten von einer überschwemmten Fahrbahn über die Beseitigung von umgestürzten Bäumen bis zur Befreiung eingeklemmter Unfallopfer. Einmal musste ein Baby aus einem verschlossenen Fahrzeug befreit werden. Insgesamt 111 Menschen konnte bei den Einsätzen geholfen werden. „Bei drei Personen war bei unserem Eintreffen an der Einsatzstelle leider keine Hilfe mehr möglich“, stellte Sappl in seiner Jahresbilanz fest. Sie enthielt zudem 98 First-Responder-Einsätze, häufig auf der A 95.

Die Aufgaben der Feuerwehr „gehen immer weiter weg von der ureigensten Aufgabe des Löschens hin zu einem multifunktionalen Einsatzgebiet“, verdeutlichte der Kommandant, dass die Tätigkeit der Freiwilligen heute eine umfangreiche Ausbildung erforderlich macht. Auch in der Hinsicht zeigte er sich mit seinem Team aus 67 Aktiven über 18 Jahre und sieben Jugendlichen sehr zufrieden und verwies auf eine lange Liste von Aus- und Fortbildungen, an denen etliche Mitglieder im vorigen Jahr teilgenommen hatten. Hinzu kamen zwei Schulungen sowie zwölf praktische Übungen. Kreisbrandinspektor Christian Sydoriak freute sich über die „riesig motivierte Mannschaft“, gab aber auch zu bedenken, dass im Nachwuchsbereich noch Luft nach oben sei. „Ohne Jugend, die nachrückt, funktioniert es auf Dauer nicht.“ Kreisbrandmeister Georg Dürr ermunterte die Beuerberger Kameraden, nicht nachzulassen bei den diversen Leistungsprüfungen. Als große Herausforderung für die nächste Zeit nannte er die Umstellung auf die digitale Alarmierung.

Zum letzten Mal leitete Alois Puffer die Jahresversammlung. Nach zwölf Jahren als erster Vorstand zog sich Puffer, der zuvor für 40 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst mit dem Ehrenzeichen in Gold geehrt worden war, aus der Führungsspitze zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Peter Winterling gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Schriftführer Uwe Schneider, Kassier Markus Bromberger sowie die Kassenprüfer Burkhard Maier und Peter Reichhart.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Streitthema Untermarkt 10: CSU-Fraktion soll Kante zeigen
In Sachen Untermarkt 10 fordert der Wolfratshauser CSU-Ortsvorstand die Parteifreunde auf, im Stadtrat auf die Sanierung durch die StäWo zu bestehen.
Streitthema Untermarkt 10: CSU-Fraktion soll Kante zeigen
Hinter dem „Roten Kreuz“ am Wanderweg steckt eine tragische Liebesgeschichte
Es soll für einen Selbstmord vor vielen hundert Jahren errichtet worden sein: das „Rote Kreuz“ neben dem Wanderweg zwischen Gartenberg und Buchberg. Dahinter steckt eine …
Hinter dem „Roten Kreuz“ am Wanderweg steckt eine tragische Liebesgeschichte
Isar-Kaufhaus in Wolfratshausen: Landratsamt genehmigt Abriss und Neubau
Das Landratsamt hat die Erlaubnis erteilt: Das ehemalige Isar-Kaufhaus in Wolfratshausen darf abgerissen und an der Stelle ein neues Geschäfts- und Wohnhaus errichtet …
Isar-Kaufhaus in Wolfratshausen: Landratsamt genehmigt Abriss und Neubau
Warum Markwort Söder als „Altersrassist“ bezeichnet
Helmut Markwort, Ex-Focus-Herausgeber, ist eine der spannendsten Personalien im aktuellen Wahlkampf. Jetzt war er als FDP-Direktkandidat im Hollerhaus zu Gast. 
Warum Markwort Söder als „Altersrassist“ bezeichnet

Kommentare