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Kleines Gespräch unter Freunden: Steff (Tim Lasnowski) und die Dorfratschn Zeislingerin (Melanie Sterzer). 

Zünftig, krachert, bairisch

Burschenverein lädt zum Theater „Schupfahupfa“ ein

Eurasburg – Plötzlich war er da, der Winter. Und das ausgerechnet am Theaterabend des Burschenvereins Beuerberg-Herrnhausen am Montag im Gasthaus zur Mühle. Zuschauer waren trotzdem genügend da.

Ja, die Beuerberger kamen. Man war einfach zu gespannt aufs diesjährige Bühnenstück. „Schupfahupfa“ heißt die Bauernkomödie, ein Schwank in drei Akten von Ralph Wallner. Der Abend bereitete den Zuschauern nicht nur ein diebisches Vergnügen. Es gab auch zwei Würstelpausen, während draußen vor dem Fenster die Flocken fielen.

Fidel, hübsch, unscheinbar und bucklig: Das sind, laut Programmübersicht, die Charaktere der Hauptdarsteller im diesjährigen Neujahrsstück, das vorwiegend in einer alten Scheune spielt. Die aufwändige Kulisse hat der Verein selbst ausstaffiert. Das gelang so gut, als hätte man einen echten Schuppen direkt auf die Saalbühne gestellt. Und darin war dann schon gleich zu Beginn was geboten. Der Jungbauer Xandi (Michael Rebhan) trifft seinen Jugendfreund Steff (Tim Lasnowski). Sie spielen das Murmelspiel „Schupfahupfa“, wie sie es früher getan haben, und unterhalten sich über die „schena Madeln auf der ganzen Welt“. Xandi hat den Hof und viel Geld geerbt, allerdings mit dem Haken, dass er sein Erbe erst antreten kann, wenn er eine Heiratswillige findet. Jugendfreund Steff hingegen ist weit gereist.

In der Scheune geht‘s rund

In eben dieser Scheune verabreden sich auch Xandis schöne Schwester Traudl (Regina Günther) und die etwas schwerfällige Babett (Ramona Sterzer). So, wie es den Männer um die Frauen geht, geht es den Frauen um die Männer. Um die Liebe halt. Die Scheune, finden sie, sei der „perfekte Ort für a kloans Tête-à-Tête“. Also schmeißt sich Babett übermütig an den Jungbauern ran. „Kimm, druck di her an meinen Busen“, ruft sie. Schafft sie es tatsächlich, ihn zu verführen? Doch ihn diesem Moment taucht der dubiose Schattler (Stefan Rebhan) auf, ein Mafiosi-Typ in Lederkluft und Stetson-Hut. Er hat den Steff in kriminelle Machenschaften verwickelt. Als plötzlich der teure Familienschmuck fehlt, wird die alte Freundschaft zwischen Xandi und dem Steff auf eine harte Probe gestellt. Alles in allem ein großes Bühnenvergnügen – zünftig, krachert und bairisch verzwickt, freilich auch mit einem Happy End. Ein munteres Bühnenstück, grade recht zum Jahresanfang.

In weiteren Rollen spielen Melanie Sterzer als Dorfratschn Zeislingerin, Veronika Bauer als Kaspar-Bäuerin, Sebastian Bauer-Wohlfarter als buckliger Schweinebauer Jupp. Regie führt Maximilian Bromberger. Souffleusen sind Magdalena Huber und Christina Reichhart.

Aufführungstermine

Gespielt wird der Schwank im neuen Jahr am Donnerstag, Freitag und Samstag, 5., 6. und 7. Januar, jeweils um 20 Uhr. Restkarten für neun Euro pro Person gibt es in der Raiffeisenbank Beuerberg oder an der Abendkasse.

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