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CSU-Neujahrsempfang mit Klaus Holetschek - „Pflege ist das zentrale Thema der Zukunft“

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Von: Rudi Stallein

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Prominenter Redner: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek besuchte am Sonntag die CSU in Beuerberg.
Prominenter Redner: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek besuchte am Sonntag die CSU in Beuerberg. © Hans Lippert

Das Thema Pflege beherrschte den CSU-Neujahrsempfang in Beuerberg. Passend dazu, war Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek als Ehrengast geladen.

Beuerberg – Womöglich war die Sonne schuld, die den Neuschnee an der Loisach glitzern ließ wie ein Tablett voller Swarovski-Kristalle, dass beim Neujahrsempfang des CSU Ortsverbands Eurasburg und des CSU-Kreisverbands Bad Tölz-Wolfratshausen am Sonntag viele Plätze unbesetzt blieben. An politischer Prominenz fehlte es jedenfalls nicht. Neben dem neuen Landtagskandidaten Thomas Holz begrüßte Ortsvorstand Peter Pelz im Saal des Gasthofs zur Mühle in Beuerberg auch dessen Vorgänger Martin Bachhuber sowie als besonderen Ehrengast den Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek.

CSU-Neujahrsempfang in Beuerberg: „Pflege ist das zentrale Thema der Zukunft“

Den Anfang am Rednerpult machte der stellvertretende Landrat Thomas Holz. Er bedankte sich bei den rund 40 Zuhörerinnen und Zuhörern (darunter die Bürgermeister Moritz Sappl, dessen Wolfratshauser Amtskollege Klaus Heilinglechner sowie Eurasburgs Altbürgermeister Michael Bromberger) fürs Kommen und wünschte allen für das gerade angebrochene Jahr „Zuversicht, Glück, Erfolg – und Gesundheit“, womit er zu einem Schwerpunktthema des Tages überleitete. Der Fachkräftemangel in der Pflege erfordere einen Zuzug von Fachpersonal, „aber einen kontrollierten, 2015 darf es kein zweites Mal geben“, mahnte der Vorsitzende des CSU-Kreisverbands.

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„Die Pflege ist das zentrale Thema der Zukunft“, schloss Holetschek an. Und für die sehe er schwarz, wenn es nicht gelinge, die Arbeitsplatzsituation der Pflegenden erheblich zu verbessern. „Das sind Leute, die brennen für ihren Beruf, aber irgendwann brennen sie aus.“ Mit Blick auf den wachsenden Dokumentationszwang mahnte er: „Die Hand am Bett ist wichtiger als die Hand am Kugelschreiber.“ Der Gesundheitsminister zielte verbal erwartungsgemäß scharf auf die Berliner Krankenhausreform, wetterte gegen die Legalisierung von Cannabis („Der Staat darf sich nicht zum Dealer machen“) und begrüßte eine harte Strafe für die Initiatoren der Berliner Silvesterkrawalle.

Angesichts besorgter Anfragen, die ihn erreichten, ob Kinder an Fasching nicht mehr als Indianer verkleidet werden dürften, schüttelte er den Kopf. „Ich versteh’ das nimmer“, gestand Holetschek. Er kritisierte, dass man sich wegen solcher Debatten „nicht mehr um andere wichtige Themen kümmert“.

CSU-Neujahrsempfang: Dank an Holetschek als „Krisenmanager“ und „Spielgestalter“

Anschließend ergriff der scheidende Landtagsabgeordnete das Wort – entgegen der Einschätzung von Ortsvorstand Peter Pelz („Der Bachhuber hat keinen Bedarf mehr zu reden“). Er dankte „Krisenmanager“ und „Spielgestalter“ Holetschek und warb um Unterstützung für die CSU-Kandidaten bei den im Herbst anstehenden Wahlen zum Landtag und zum Bezirkstag.

Zu Weißwurst und Brezen wurde die Fragerunde eingeläutet. Auch dabei wurde deutlich, wie sehr die Themen Kreisklinik und Pflege die Menschen beschäftigen. „Wir brauchen Versorgung in der Fläche“, sagte Dr. Josef Orthuber, Chefarzt der Anästhesie an der Kreisklinik Wolfratshausen, und warnte davor, „den Berliner Weg mitzugehen“. Sabine Lorenz wünschte sich, dass Pflegeberufe wieder die Anerkennung erlangen, wie sie sie vor einigen Jahrzehnten noch hatte. „Ich sage mit Stolz: Ich bin Krankenschwester“, so die Kreisrätin und stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende. „Viele junge Leute tun das nicht mehr.“

Holetschek versprach, sich dieser Probleme anzunehmen, ehe es endgültig zum gemütlichen Teil überging. (rst)

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