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Jahrelang versorgten sich die Eurasburger in der Apotheke an der Hauptstraße mit Medikamenten. Diese Anlaufstelle wird es in Zukunft nicht mehr geben.

Wieder verschwindet ein Gewerbe aus Egling

Aus der Apotheke wird eine Wohnung

Eurasburg – Seit gut einem Jahr ist die Apotheke in Eurasburg geschlossen. Wer bislang die Hoffnung hegte, sich in absehbarer Zukunft wieder im Ort direkt mit Medikamenten eindecken zu können, kann diese nun ad acta legen.

Ein neuer Mieter für Geschäftsräume in der Hauptstraße wurde nicht gefunden. Deshalb haben die Eigentümer beschlossen, aus den Räumen im Erdgeschoss eine Wohnung zu machen.

Über einen entsprechenden Nutzungsänderungsantrag musste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschließen. „Schade, dass wieder ein Gewerbe in Eurasburg-Mitte weg ist“, bedauerte Bürgermeister Moritz Sappl. „Aber das ist nun die Situation.“ Wie schon in der vorangegangenen Sitzung bei einem Bauantrag für eine Pension mit Café im Ortszentrum waren auch bei diesem Vorhaben die Parkplätze am Haus der einzige Kritikpunkt. Die bisherigen drei Wohneinheiten in dem Gebäude verfügen über die seinerzeit geforderten vier Stellplätze. Mit der neuen Wohnung würden zwei Parkplätze mehr erforderlich. In der derzeitigen Planung sind jedoch nur fünf ausgewiesen. Grund ist eine mit dem Umbau einhergehende Neugestaltung des Außenbereichs, die neben einer Terrasse eine Grünanlage vorsieht. Und das teilweise dort, wo bisher Apothekenkunden parken konnten.

„Ich finde es schade, dass man Stellplätze, die schon da sind, wegmacht“, sagte Marcus Fichtner. Maria Urban war angesichts der Diskussion um die bei der Eröffnung eines Tagescafés zu erwartenden Parkraumprobleme im Dorfzentrum der Meinung: „Bei den anderen hat man’s genehmigt, dann sollten wir das jetzt auch.“ Dem hielt der Bürgermeister entgegen, dass beide Fälle nicht vergleichbar seien. Bei einer Pension sind die Parkplätze abhängig von der Bettenzahl und variabel. Bei einer Wohnung legt die Garagen- und Stellplatzsatzung fest: Wohnungen mit mehr als 50 Quadratmetern Fläche brauchen zwei Stellplätze. Deshalb verweigerte der Rat dem Antrag auf Nutzungsänderung das gemeindliche Einvernehmen, räumte aber in einem weiteren Beschluss einstimmig ein: Wenn der Bauwerber einen sechsten Parkplatz herschafft, kann die Verwaltung auf dem kleinen Dienstweg dem Bauantrag zustimmen.

rs

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