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Festzug: Über 20 befreundete Vereine waren dabei, als die Standarte am Sonntag erstmalig durch das Dorf zum Festzelt am Bürgerhaus getragen wurde. Als Patenverein fungiert die Gebirgsschützenkompanie Beuerberg-Herrnhausen.

Zusammenhalt seit sechs Jahrzehnten

Ein ganzes Dorf feiert: 60 Jahre Schützenverein Enzian Achmühle

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Mit einem Gottesdienst, einer eigenen Standarte und einem Festzug feierte der Schützenverein Enzian Achmühle am Sonntag sein 60-jähriges Bestehen.

Eurasburg – Der Schützenverein Enzian Achmühle feiert sein 60-jähriges Bestehen – und das ganze Dorf feiert mit. Dabei machte sich das Geburtstagskind selbst das schönste Geschenk: Eine eigene Standarte, die am Sonntag im Festgottesdienst geweiht wurde. Patenverein ist die Gebirgsschützenkompanie Beuerberg-Herrnhausen, als sogenannte Standartenmutter fungiert Margit Schroeder.

Füreinander da sein, sich gegenseitig helfen

Als einen Verein, bei dem „die Mitglieder füreinander da sind, sich gegenseitig helfen, aber auch sportliche Ziele und Traditionen nicht aus dem Auge verlieren“, lobte Pfarrer Florian Gruber, der zusammen mit Diakon Toni Wammetsberger den ökumenischen Feldgottesdienst gestaltete, den Jubilar. „Ihr lebt Gemeinschaft, bei euch ist jeder willkommen.“ 

Er verwies auf die Zusammensetzung der 95 Mitglieder: „Männer, Frauen, alt und jung – ihr macht keine Ausnahmen, grenzt niemanden aus.“ Diese Einstellung sieht Gruber als wohltuenden Kontrast zu dem derzeit herrschenden Zeitgeist: „Egoismus ist in weiten Teilen selbstverständlich geworden, ebenso wie Gewinnstreben – wo ohne zu zögern auch mal Arbeitsplätze geopfert werden.“

Dann kam der große Augenblick: Wammetsberger segnete die Standarte, die von nun an bei jeder Festlichkeit, wie beispielsweise den an den Gottesdienst anschließenden Festzug, die Mitglieder des Schützenvereins Enzian Achmühle anführen wird. Fast jedoch hätte das Wetter dem Festprogramm des Jubilars einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Ich bin gegen Mitternacht von dem starken Regen aufgewacht“, hatte Diakon Toni Wammetsberger zu Beginn des Gottesdienstes berichtet. „Und weil ich dann nicht mehr schlafen konnte, habe ich mich rausgestellt und erst einmal ein Rauchopfer dargebracht.“ Der Geistliche lachte und deutete in Richtung Himmel, wo sich ein paar Sonnenstrahlen ihren Weg nach unten suchten: „Scheints hat es gewirkt.“

Schützenverein Enzian Achmühle feiert 60-jähriges Bestehen

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