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Mit einem Kirchenzug und einem Gottesdienst feierte die Feuerwehr Herrnhausen ihr 120-jähriges Bestehen.

Etliche Vereine waren zu Gast

120 Jahre Fleiß und Herzblut: So schön feierte die Feuerwehr Herrnhausen 

Seit 120 Jahren gibt es die Feuerwehr Herrnhausen. Das feierten die Ehrenamtlichen am Wochenende mit vielen Gästen. Beim Gottesdienst wurde außerdem der neue Gerätehaus-Anbau gesegnet.

Herrnhausen – Vom Spielmannszug über Feuerwehren, Burschenverein, Sport- und Gartenbauverein bis hin zu Musikkapellen: Vereine aus dem Landkreis sind am Wochenende der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Herrnhausen zum 120-jährigen Bestehen gefolgt.

Vom Feuerwehrhaus aus bis zum Feld am Ortsrand von Oberherrnhausen gestalteten sie gemeinsam den Festzug zum Gottesdienst. Dort stand der mit Birken und Blumen geschmückte Altar, im Hintergrund bildeten die Alpen ein beeindruckendes Bergpanorama.

Pfarrer Mario Friedl zeigte sich „dankbar, dass es Menschen gibt, die die Kraft haben, sich ehrenamtlich zu beteiligen“. Während er über die Balance im Leben sprach, bezeichnete er das Wetter als besonderes Geschenk, das der liebe Gott der Freiwilligen Feuerwehr Herrnhausen bereitgestellt hat. Sein persönliches Präsent an die Festgäste war hingegen eine kurze Predigt – unter der Voraussetzung, dass die Ehrengäste in ihren folgenden Reden nicht länger sprechen würden als der Pfarrer selbst.

Und die hielten sich daran. Nach der Segnung des neuen Gerätehaus-Anbaus, bei der Friedl den Schutz des Heiligen Florians erbat, fassten die Ehrengäste in jeweils knapp dreiminütigen Reden ihre Dankesworte zusammen. Kommandant Sebastian Bauer-Wohlfarter lobte den „120 Jahre andauernden unermüdlichen Dienst an den Bürgern von Herrnhausen und den umliegenden Gemeinden“. Dieser wäre „nicht möglich, ohne die Leute, auf die man sich rund um die Uhr verlassen kann“. Dass man in Herrnhausen nicht lange redet, sondern anpackt, habe sich auch bei der Errichtung des Gerätehausanbaus gezeigt. „Alle haben zusammengeholfen – Jung und Alt –, um das zu verwirklichen, was wir hier sehen“, so Bauer-Wohlfarter.

Es folgte ein weiterer feierlicher Moment, als Bauer-Wohlfarter seinen Vorgänger Sepp Ertl zum Ehrenkommandanten ernannte. Ertl, der im Jahr 1981 in die Feuerwehr eintrat, war von 2005 bis 2017 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Herrnhausen. „Sepp hat die Feuerwehr vorbildlich geführt. Während seiner Amtszeit bekam die Feuerwehr ein neues Fahrzeug und der Anbau wurde verwirklicht“, hob Bauer-Wohlfarter dessen Engagement und Leistungen hervor. Nur mit seinem „Fleiß und Herzblut“ sei dies möglich geworden.

Bürgermeister Moritz Sappl lobte ebenso den Anbau, der „letztendlich in kompletter Eigenleistung erstellt worden ist“. Die Gemeinde habe lediglich das Material gestellt. „Hier wird geholfen und zusammengeholfen und das, ohne groß nachzufragen“, so Sappl. Er überreichte Bauer-Wohlfarter einen roten Schlüssel als offizielles Symbol der Einweihung.

Kreisbrandinspektor Christian Sydoriak überbrachte stellvertretend die Glückwünsche der Feuerwehren im Landkreis. Er fasste die 120 Jahre Hilfsbereitschaft folgendermaßen zusammen: „Was gleich geblieben ist, ist der Wille zu helfen – heute wie damals“. 

Melanie Ertl

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